Seltene Baby-Mütze soll entscheidenen Hinweis auf Mutter von totem Baby bringen

Gotha/Geschwenda - Nach dem Fund einer Baby-Leiche am Osterwochenende in einem Waldstück bei Geschwenda im Ilm-Kreis haben die Ermittler noch keine heiße Spur.

Kriminalhauptkommissar Jens Büchner stellte die Hinweise der Ermittler in Gotha vor.
Kriminalhauptkommissar Jens Büchner stellte die Hinweise der Ermittler in Gotha vor.  © DPA

Hoffnung setzen die Behörden deshalb jetzt auf die Mithilfe der Bevölkerung, wie Oberstaatsanwalt Hannes Grünseisen von der Generalstaatsanwaltschaft Thüringen am Freitag sagte.

Insbesondere die Bekleidung des kleinen Mädchens könnte Anhaltspunkte ergeben. Auffällig sei vor allem eine Babymütze "Matcholino" der Firma Sanetta, die seit 25 Jahren nicht mehr vertrieben werde.

Todeszeitpunkt und Todesursache seien weiterhin nicht bekannt, sagte der Oberstaatsanwalt. Es stehe lediglich fest, dass das Kind bei seinem Tod höchstens drei Monate alt war. Andere Erkenntnisse sind nur schwer zu machen, die Leiche sei in einem sehr schlechten Zustand gewesen.

Die Ermittler schließen seinen Worten nach einen Unfall, einen plötzlichen Kindstod oder eine tödlich verlaufene Infektion aus.

"Sonst wäre das Kind nicht auf diese Weise entsorgt worden." Es laufe deshalb ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Totschlags, das sich in erster Linie gegen die noch unbekannte Mutter richte.

Diese Sachen trug die sehr verweste Leiche des Babys. Besonders die Mütze ist dabei interessant.
Diese Sachen trug die sehr verweste Leiche des Babys. Besonders die Mütze ist dabei interessant.  © DPA

Titelfoto: DPA

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