Nach Fund einer Baby-Leiche: Wo steckt die Mutter des toten Kindes?

Geschwenda - Vor rund einem Jahr hatten Spaziergänger im Thüringer Wald einen tragischen Fund gemacht und eine Babyleiche entdeckt. Noch immer gibt es keine Spur von der Mutter des Kindes.

Die Leiche war in einem Waldstück in Geschwenda gefunden worden.
Die Leiche war in einem Waldstück in Geschwenda gefunden worden.  © DPA

An Ostern war die verweste Leiche des wenige Wochen alten Kindes, eingewickelt in eine Damenbluse, gefunden worden. Abgelegt worden war das tote Kind aber schon Monate zuvor.

"Im Rahmen einer rechtsmedizinischen Untersuchung wurde festgestellt, dass die Ablage des Babys zwischen dem 03. Dezember 2018 und dem 12. Dezember 2018 stattgefunden haben muss", so die Polizei in einer neuen Mitteilung zu dem Fall am Freitag.

Denn zum einjährigen Ableben des Kindes, rufen die Beamten noch einmal dazu auf, Hinweise auf den Verbleib der Mutter abzugeben. Auf Diese gibt es nämlich auch bis heute keine konkrete Spur.

"Mittlerweile ist ein ganzes Jahr vergangen und bislang war es nicht möglich, dem Baby eine würdige Verabschiedung und Beerdigung zu ermöglichen", so die Polizisten in einem emotionalen Statement.

Denn die Polizei ist sich sicher, das zwischen der Mutter und ihrem Kind eine Bindung bestanden haben muss, da der Fall sich deutlich von anderen bekannten Kindstötungen abheben würde.

Auch Speichelproben brachten bisher keine Spuren

Diese Kleider hatte das Kind getragen, als es gefunden wurde.
Diese Kleider hatte das Kind getragen, als es gefunden wurde.  © DPA

Das Baby war nicht gleich nach der Geburt ausgesetzt worden, sondern haben mindestens eine bis drei Wochen gelebt. Es wäre gestillt und versorgt worden, alles Dinge, die darauf hinweisen würden, dass die Mutter unter einem enormen Druck gestanden haben muss, um ihr Kind dennoch abzulegen. Der Respekt gebiete es nun, dem Kind auch einen Namen und eine ordentliche Beerdigung zu ermöglichen, heißt es weiter.

"Bislang wurden 69 Personen mittels einer freiwilligen Speichelprobe zu einem möglichen Verwandtschaftsverhältnis untersucht. Alle Überprüfungen verliefen negativ", so die Ermittler. Außerdem ist nun klar, dass das Kind nicht offiziell in einem Krankenhaus geboren ist, denn alle bekannten Geburten im betreffenden Zeitraum wurden überprüft.

Die Polizei bittet jetzt weiterhin darum, dass sich Menschen, die Hinweise auf die Mutter geben können, bei ihnen unter 03628/920166 der persönlich melden.

Zudem wird der Fall am 8. Dezember nochmals in der Sendung "Kripo Live" ausgestrahlt.

Titelfoto: DPA

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