Busfahrer fährt nach Schlaganfall noch 15 Kilometer nicht ansprechbar weiter

Der Busfahrer reagierte weder auf die Lehrer, noch auf Hupzeichen von anderen Autofahrern (Symbolbild).
Der Busfahrer reagierte weder auf die Lehrer, noch auf Hupzeichen von anderen Autofahrern (Symbolbild).  © 123RF

Backnang/Waiblingen - Ein Busunglück konnte am Freitagmorgen von Lehrkräften und der Polizei bei Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) gerade noch verhindert werden.

Ein Busfahrer, der mit einem Doppeldecker und 73 Fahrgästen zu einem Skiausflug unterwegs war, fuhr am frühen Morgen von der gewerblichen Schule in Backnang los.

Gegen 6 Uhr meldete einer der Lehrkräfte per Handy einen Notruf. Der Reisebus sei mit geöffneten Gepäckklappen losgefahren und der Busfahrer würde nicht reagieren. Er sei nicht ansprechbar und würde immer weiter Fahren. Auch auf die Hupzeichen von anderen Autofahrern reagierte er nicht.

Die Winnender Polizei konnte dem Reisebus letztlich auf der B14 folgen. Der Versuch mit Blaulicht und "Bitte Folgen" Zeichen den Bus von der Bundesstraße zu lotsen oder zu stoppen scheiterte zunächst. Der Bus passierte die Ausfahrten Winnenden, Schwaikheim, Sörenberg und Waiblingen Nord und fuhr mit einer Geschwindigkeit von ca. 60 bis 80km/h in Richtung Stuttgart weiter.

Bei der Ausfahrt Waiblingen-Mitte gelang es den Lehrkräften endlich nach rund 15 Kilometern auf den Busfahrer einzuwirken, sodass dieser abbremste und das Fahrzeug auf dem Verzögerungsstreifen zum Stehen brachte.

Der Busfahrer wurde umgehend notärztlich versorgt und in eine Klinik verbracht. Laut Polizei deutet alles auf einen Schlaganfall bei dem Fahrer hin. "Alkohol und Drogen waren nicht im Spiel", sagte ein Polizeisprecher.


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