Bad Aibling: Ermittlungsergebnisse werden veröffentlicht

Elf Tote, mehr als 80 Verletzte - wie kam es zu der Katastrophe von Bad Aibling?
Elf Tote, mehr als 80 Verletzte - wie kam es zu der Katastrophe von Bad Aibling?

Genau eine Woche nach dem Zugunglück mit elf Toten im oberbayerischen Bad Aibling wollen sich die Ermittler an diesem Dienstag erstmals zur Unfallursache äußern.

Staatsanwaltschaft und Polizei geben um 14.00 Uhr eine Pressekonferenz. Mit Spannung wird erwartet, ob sie Informationen bestätigen, wonach die Ursache für den Zusammenstoß der beiden Regionalzüge menschliches Versagen war.

Die "Bild"-Zeitung berichtet am Dienstag, dass es sich bei der Ursache nicht um einen technischen Defekt handeln soll.

Bild will aus Behördenkreisen erfahren haben, dass der Fahrdienstleiter aus dem Stellwerk von Bad Aibling "unmittelbar nach der Tat einen Zusammenbruch erlitt und gegenüber Kollegen seinen fatalen Fehler zugegeben haben soll".

Mit Spannung wird die Pressekonferenz der Ermittler am Dienstag erwartet.
Mit Spannung wird die Pressekonferenz der Ermittler am Dienstag erwartet.

Die beiden Nahverkehrszüge des zwischen Holzkirchen und Rosenheim verkehrenden privat betriebenen Meridian waren am Dienstag vor einer Woche morgens bei Bad Aibling frontal auf einer eingleisigen Strecke zusammengestoßen. Elf Menschen starben, mehr als 80 wurden verletzt.

Gemessen an der Zahl der Toten ist das Eisenbahnunglück das schwerste in Deutschland seit der ICE-Katastrophe von Eschede im Jahr 1998. Damals kamen 101 Menschen ums Leben.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Montag bekräftigt, dass es beim Unglück von BadAibling weiterhin keine Hinweise auf technisches Versagen gebe. "Tatsache ist, dass nach den Daten, die wir haben, ein technischer Fehler nicht vorgelegen hat." Zuvor hatte auch die Deutsche Presse-Agentur über menschliches Versagen berichtet.

An der Pressekonferenz der Ermittlungsbehörden nehmen der Leitende Oberstaatsanwalt Wolfgang Giese aus Traunstein, Rosenheims Polizeipräsident Robert Kopp und weitere Ermittler teil.

Fottos: dpa


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