Tödliche Beeren gegessen: 22 Kinder vergiftet

Von dieser Pflanze aßen die Kinder und Erwachsene die Beeren: Bittersüßer Nachtschatten!
Von dieser Pflanze aßen die Kinder und Erwachsene die Beeren: Bittersüßer Nachtschatten!  © 123RF

Bad Driburg - Erst jetzt wurde bekannt, dass am 9. August 22 Kinder und einige Erwachsene in einer Flüchtlingsunterkunft in Bad Driburg vergiftete Beeren aßen. Ein aufmerksamer Mitarbeiter rettete die Leben der Betroffenen.

Auf Anfrage der Neuen Westfälischen bestätigte der Pressesprecher der Bezirksregierung Detmold den Vorfall. Die Kinder haben Beeren von der Pflanze "Bittersüßen Nachtschatten" gepflückt und danach genascht.

Diese sind hoch giftig. Laut Giftzentrale würde schon ein Verzehr von 20 Beeren reichen, um in lebensgefährliche Bereiche zu kommen. Glücklicherweise zeigte kein Verletzter Vergiftungserscheinungen.

Dennoch fuhren alle in mehreren Taxen in die Paderborner Klinik für Kinder- und Jugendmedizin St. Louise.

"Wir mussten die zahlreichen Kinder in kurzer Zeit einschätzen, wiegen und ihnen dann die entsprechende Menge medizinischer Kohle verabreichen. Dies verhindert die Giftaufnahme aus dem Magen und Darm", berichtete Kinderärztin Dr. Silvia Rummel aus der Notaufnahme der Zeitung.

"Da die Kohle nicht besonders gut schmeckt, waren einige Tricks und kleine Belohnungen erforderlich, um die Kinder dazu zu bewegen, sie einzunehmen", erklärte sie weiter. Nach einer einer weiteren Beobachtung konnten alle wieder nach Hause.

Titelfoto: 123RF


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