Staatsanwalt glaubt an Mordversuch: Wollte dieser Mann in der Mulde seine Frau ertränken?

Bad Düben - Zuerst sah es wie ein Unfall aus, als ein Mercedes bei Bad Düben in der Mulde landete. Doch mittlerweile ist die Staatsanwaltschaft sicher: Fahrer Steffen A. (49) wollte seine Frau (48) mit dem Crash töten - Haftbefehl!

Der stadtbekannte Unternehmer Steffen A. (49) sitzt in U-Haft.
Der stadtbekannte Unternehmer Steffen A. (49) sitzt in U-Haft.  © Torgauer Zeitung

So richtig glauben wollte es im Ort niemand. Steffen A. betreibt eine bekannte Firma, ist zweifacher Weltmeister im Pferdefahr-Sport. Doch die Staatsanwaltschaft glaubt nicht an einen Unfall am Muldeufer zwischen Bad Düben und Pristäblich.

"Aufgrund der aktuellen Ermittlungsergebnisse gehen wir davon aus, dass der Wagen bewusst in die Mulde gelenkt wurde", sagt Sprecher Andreas Ricken (32). "Am Montag verhängte ein Ermittlungsrichter Untersuchungshaft wegen Verdachts auf versuchten Mord."

So führte eine mehrere Hundert Meter lange Spur geradewegs auf die Mulde zu. Hinweise, dass Steffen A. noch bremste, fanden sich ersten Erkenntnissen nach nicht.

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Tatsächlich war das Ehepaar nur noch auf dem Papier verheiratet, die Frau lebte bereits in Trennung. Sie konnte sich leicht verletzt aus dem Auto befreien, noch bevor es bis zur Dachkante in der Mulde versank. Steffen A. kam gänzlich unverletzt davon. Das Auto wurde mit Totalschaden durch die Feuerwehr geborgen. Die Ermittlungen dauern an.

Die Feuerwehr zog den Mercedes am Abend aus der Mulde, nach Ansicht der Staatsanwaltschaft war der Crash kein Unfall.
Die Feuerwehr zog den Mercedes am Abend aus der Mulde, nach Ansicht der Staatsanwaltschaft war der Crash kein Unfall.  © Steffen Brost

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