Deshalb kreiste ein Hubschrauber über der Stadt

Bad Düben - Die Polizei hat am Mittwochabend den Kurpark von Bad Düben nach einem Kind durchkämmt. Eine 14-Jährige hatte kindliche Hilferufe vernommen. Mittlerweile wurde die Suche eingestellt.

Mit der Unterstützung durch einen Polizeihubschrauber suchten die Einsatzkräfte am Mittwoch in Bad Düben nach einem Mädchen. (Symbolbild)
Mit der Unterstützung durch einen Polizeihubschrauber suchten die Einsatzkräfte am Mittwoch in Bad Düben nach einem Mädchen. (Symbolbild)  © DPA

Was war passiert? Wie die "Leipziger Volkszeitung" berichtet, hatte die 14-Jährige am Abend die Polizei verständigt.

Demnach erklärte sie, in der Nähe des Kurparks ein kleines Mädchen gesehen zu haben, vermutlich sechs bis sieben Jahre alt. Dieses sei von einem Mann verfolgt worden. Kurze Zeit später habe sie Hilfeschreie aus der Richtung vernommen, so Polizeisprecherin Katharina Geyer gegenüber der "LVZ".

Die 14-Jährige verlor das Mädchen aus den Augen. Sie konnte nicht sehen, ob das Kind bedrängt oder festgehalten wurde. Als sie zu Hause von dem Vorfall erzählte, wurde ihr geraten, die Polizei zu rufen.

Bis in die Nacht hinein suchten Einatzkräfte der Polizei, später auch der Bereitschaftspolizei, die Gegend ab. Auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz.

Die Polizei befragte vor Ort mehrere Personen und glich die Beschreibung des Mädchens mit sämtlichen Vermisstenanzeigen in Deutschland ab. Doch ohne Erfolg. "Mit derzeitigem Stand gibt es keine glaubwürdigen Beweise und Anhaltspunkte für eine Kindesentführung", kommentierte das Social-Media-Team der sächsischen Polizei den Facebook-Post über die Suchaktion am Donnerstag.

"Die Zeugin hat keine konkrete Tathandlung beobachtet und war teilweise abgelenkt", so die Polizei weiter. Gleichzeitig stellt das Social-Media-Team aber auch klar: "Sie hat aber vollkommen richtig gehandelt und uns ihre Wahrnehmungen mitgeteilt!"

Eine weitere Suche nach dem Mädchen wird es nicht geben. Vielleicht hat die 14-Jährige auch nur einen Familienstreit beobachtet. In diesem Fall bittet die Polizei die betroffene Familie darum, sich zu melden. Dem Social-Media-Team der Polizei zufolge entbehren wilde Spekulationen von Usern über den Fall "jeder uns bekannten Faktenlage".


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0