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Nach Tierquälerei in Milchviehbetrieb: Wie reagiert die Politik?

Glauber will nach Tierquälerei-Vorwürfen neues Kontrollsystem

Die Vorwürfe gegen einen Milchviehbetrieb in Bad Grönenbach sind erschreckend. Der Verbraucherschutzminister fordert nun ein neues Kontrollsystem.

Bad Grönenbach/München - Nach den Tierquälerei-Vorwürfen gegen einen großen Allgäuer Milchviehbetrieb will Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) neue Kontrollstrukturen für Großbetriebe.

Kühe stehen in einem landwirtschaftlichen Großbetrieb in einem Stall. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Betreiber des Hofes wegen Tierquälerei.
Kühe stehen in einem landwirtschaftlichen Großbetrieb in einem Stall. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Betreiber des Hofes wegen Tierquälerei.

"Hier handelt es sich nicht mehr um Landwirtschaft, hier geht es um eine industrielle Produktionsform", sagte Glauber am Donnerstag. Dafür sei "eine neue Qualität bei Tierschutzkontrollen" nötig.

Glauber sagte, es müssten bei den Kontrollen industrielle Maßstäbe angelegt werden. "Verstöße gegen den Tierschutz sind nicht hinnehmbar."

Dies sei auch im Sinn der kleinen landwirtschaftlichen Betriebe, "die die Verantwortung für ihre Tiere sehr ernst nehmen". Die Experten des Ministeriums erarbeiteten gerade ein Paket, wie künftig mit großen Unternehmen umgegangen werden soll. Dieses will der Minister dann schnell umsetzen.

In dem Großbetrieb in Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) sollen Kühe misshandelt worden sein (TAG24 berichtete). Eine Tierrechtsorganisation hatte entsprechende Videoaufnahmen öffentlich gemacht. Die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelt in dem Fall. Das Unternehmen war auch am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Wie eine Anfrage der Landtags-SPD an die Staatsregierung ergab, sind in dem Allgäuer Betrieb in der Vergangenheit zahlreiche Kälber verendet. Nach amtlichen Zahlen starb in den vergangenen fünf Jahren etwa jedes fünfte Kälbchen in dem Großbetrieb. Dies ergibt sich aus der Antwort des Ministeriums, das die Zahlen des zuständigen Landratsamts zusammengestellt hat (TAG24 berichtete).

Demnach wurden seit Mitte 2014 auf dem Hof 9257 Kälber geboren, davon verendeten 1790 (19,3 Prozent). In den Jahren 2017 und 2018 lag die Sterblichkeit deutlich über der 20-Prozent-Marke, im laufenden Jahr ist diese dann auf 15,3 Prozent gesunken.

Landratsamt: Behörden sind für Kontrolle von Kälbersterben nicht zuständig

Der Betreiber des Milchviehbetriebs soll seine Kühe auf brutalste Weise misshandelt haben.
Der Betreiber des Milchviehbetriebs soll seine Kühe auf brutalste Weise misshandelt haben.

Nach dem jährlichen Milchreport Bayern von der Landesanstalt für Landwirtschaft lag die Zahl der "Kälberverluste" von 2014 bis 2017 landesweit zwischen 9,0 und 9,7 Prozent. Die Totgeburten sind darin enthalten. Der Milchreport für 2018 liegt noch nicht vor.

Die SPD-Tierschutzexpertin Martina Fehlner warf den staatlichen Verbraucherschützern vor, nicht rechtzeitig auf die hohe Zahl von Kälbchenkadavern reagiert zu haben, obwohl 2017 und 2018 rund ein Viertel aller jungen Tiere verendet sei.

"Es liegt nahe, dass hier etwas nicht in Ordnung ist. Warum die Kontrollbehörden hier nicht frühzeitig eingegriffen haben, ist völlig unverständlich", meinte sie.

Das Landratsamt Unterallgäu erläuterte dazu, Daten über tote Kälber würden von den Landwirten selbst in eine Datenbank eingetragen. Die Auswertung dieser Daten gehöre nicht zu den Regelaufgaben des Veterinäramtes, bei dem es vier Tierärzte gebe.

Zudem teilte das Amt mit, dass Landwirte tote Kälber zu einer speziellen Anlage zur Beseitigung von Tierkadavern brächten. Auffälligkeiten würden üblicherweise dem Amt gemeldet. "Entsprechende Meldungen haben wir nicht erhalten", hieß es.

Ein Sprecher des Verbraucherministeriums sagte, dass der Sachverhalt vor Ort gerade "umfassend aufgeklärt" werde. Die örtliche Veterinärbehörde werde in Zukunft personell unterstützt.

"Wir erstellen jetzt ein engmaschiges Kontrollkonzept für diesen Betrieb", sagte der Sprecher. Missstände müssten dauerhaft abgestellt werden.

Fotos: DPA

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