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Großbauer misshandelt Tiere auf brutalste Weise: Haben die Behörden versagt?

Tierquälerei auf Milchviehbetrieb in Bad Grönenbach

Geschlagen, getreten, gequält: Auf dem Hof eines Großbauern in Bad Grönenbach sollen Tiere misshandelt worden sein. Behördenversagen?

Bad Grönenbach (Bayern) - Die Aufnahmen sind grausam: Eine Kuh liegt am Boden, sie ist krank und röchelt vor sich hin. Eine andere ist mit ihrem Bein an einem Schlepper befestigt und wird wie ein lebloser Gegenstand durch den Stall gezogen. Die Videosequenzen, die nach Darstellung des Tierrechtsvereins Soko Tierschutz auf dem Hof eines der größten bayerischen Milchviehbetriebe gemacht wurden, zeigen zudem, wie Tiere geschlagen und getreten werden.

Das Video der Soko Tierschutz zeigt den Todeskampf einer Kuh. Die Aufnahmen sollen auf dem Hof in Bad Grönenbach entstanden sein.
Das Video der Soko Tierschutz zeigt den Todeskampf einer Kuh. Die Aufnahmen sollen auf dem Hof in Bad Grönenbach entstanden sein.

Anfang der Woche hatte Soko Tierschutz die Aufnahmen der ARD und der "Süddeutschen Zeitung" zugespielt und Anzeige wegen besonders schwerer Fälle von Tierquälerei gestellt. Eine Stellungnahme zu den Vorwürfen lehnte der Betrieb zunächst ab. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft (TAG24 berichtete).

Dem zuständigen Landratsamt Unterallgäu zufolge stand der Großbetrieb mit 1800 Milchkühen und insgesamt mehr als 3500 Tieren schon allein wegen seiner Größe im Fokus. In den vergangenen fünf Jahren sei er 34 Mal kontrolliert worden: Neben 19 Regelkontrollen waren 15 Besuche anlassbezogen – unter anderem wegen Tierschutz-Beschwerden.

Manche bestätigten sich: Beamte stellten Verstöße gegen das Tierschutzgesetz fest, verhängten mehrfach Bußgeld.

Nach Darstellung des Veterinäramts wurden die Mängel immer beseitigt und sind nicht mit den gezeigten Bildern zu vergleichen. "Von der Dimension der Verstöße haben wir durch Bildmaterial der Tierschutzorganisation erfahren. Diese waren bei keiner Kontrolle ersichtlich", teilt das Landratsamt mit.

Doch wie kann das sein?

Tierquälerei bei Milchviehbetrieb in Bad Grönenbach: Personalmangel schuld an Behördenversagen?

Video der Soko Tierschutz: Eine Kuh liegt schwer krank am Boden und zuckt.
Video der Soko Tierschutz: Eine Kuh liegt schwer krank am Boden und zuckt.

Der Verein Soko Tierschutz nimmt an, dass ein Mitarbeiter der Behörde den Betrieb vor den Kontrollen informiert hat. Das Landratsamt bestreitet das: "Selbstverständlich erfolgen unsere Kontrollen ohne Vorankündigung. Alle anderen Behauptungen weisen wir auf das Schärfste zurück."

Dabei dürfen manche Kontrollen sogar vorher angekündigt werden - maximal 48 Stunden, wenn dadurch der Zweck nicht gefährdet wird.

Im Landratsamt sind 4 Veterinäre und 2 Assistenten für die Kontrolle von 140.000 Rindern in etwa 1600 Betrieben zuständig. Liegt es da nicht nahe, dass man sich vorher abspricht, um Zeit zu sparen?

Dass Amtsveterinäre ihre Besuche bei Betrieben im Voraus ankündigen, kann durchaus vorkommen, sagt Jürgen Schmid vom Veterinäramt des Landratsamts im oberbayerischen Traunstein. Er ist Vorsitzender des Landesverbands der beamteten Tierärzte Bayerns. Grund sei unter anderem ein "absoluter Personalnotstand".

Man wolle nicht vor verschlossenen Türen stehen und erneut kommen müssen, da es den wenigen Mitarbeitern an Zeit fehle.

Kontrollen werden meist angekündigt

Das Video der Soko Tierschutz zeigt, wie eine Kuh von einem Schlepper durch den Stall geschleift wird.
Das Video der Soko Tierschutz zeigt, wie eine Kuh von einem Schlepper durch den Stall geschleift wird.

Da fast die Hälfte aller Betriebe im Freistaat laut Bayerischem Bauernverband im Nebenerwerb geführt werden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, den Landwirt nicht anzutreffen, wenn dieser zum Beispiel tagsüber einem anderen Beruf nachgeht - und ohne Landwirt keine Kontrollen.

Schmid selbst sagt, er sei mit fünf Kollegen für etwa 2500 größere Betriebe mit Tierhaltung zuständig. "Davon haben wir 10 bis 20 Prozent im Blick", sagt der Tierarzt.

Die Auswahl richtet sich nach einer Risikoanalyse, unter anderem basierend auf Größe und Verdachtsfällen. "Das liegt auch daran, dass wir in den letzten 10 bis 15 Jahren personell keine Verbesserungen, aber immer neue Aufgaben erhalten haben."

Neben Tierschutzkontrollen gehören dazu die Prüfung von Biogasanlagen, Hygieneregeln und Beschwerden zu Kleintieren wie Hunden und Katzen.

Schmid sagt, der Landesverband fordere seit Jahren eine bessere Personalbemessung – geschehen sei bisher wenig. Das Bundesministerium für Landwirtschaft betont auf Anfrage, die Kontrollen seien "vielerorts zu lückenhaft". Hier stünden die Länder in der Pflicht.

Kontrollen in Bayern nicht ausreichend

Video der Soko Tierschutz: Ein Mann tritt einer schwerkranken Kuh gegen den Kopf.
Video der Soko Tierschutz: Ein Mann tritt einer schwerkranken Kuh gegen den Kopf.

In Bayern erhalten Tierhalter laut Bundesministerium statistisch gesehen alle 48 Jahre Besuch vom Amtsveterinär, seltener als in allen anderen Bundesländern. "Im Freistaat gibt es im Vergleich zu anderen Bundesländern eine besonders hohe Anzahl überwiegend kleiner und mittlerer Betriebe", heißt es dazu vom bayerischen Staatsministerium für Verbraucherschutz.

Die Unterbesetzung innerhalb der Behörden, die landwirtschaftliche Betriebe beaufsichtigen sollen, war bereits nach anderen Skandalen thematisiert worden.

Nachdem sich herausstellte, dass die Firma Bayern-Ei europaweiten Handel mit verdorbenen Eiern betrieben hat, reagierte das Staatsministerium: Für die Überwachung von rund 600 Großbetrieben wurde die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen mit 70 Stellen geschaffen. Zusätzlich wurden 20 Stellen vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit verlagert, um die Landkreise zu entlasten.

An den bayerischen Landratsämtern hatte sich zuvor dagegen kaum etwas getan: 2008 gab es dort 275 Stellen für Amtsveterinäre, Anfang 2018 waren es 11 mehr. Diese könne man "nicht alleine schaffen", heißt es dazu vom Staatsministerium für Verbraucherschutz. "Erforderlich dafür ist ein Beschluss des Bayerischen Landtags."

Dessen Umweltausschuss hat zu dem Thema eine Sondersitzung für den 25. Juli einberufen. Diskutiert werden soll über ein funktionierendes Kontrollsystem zur Überwachung von Großbetrieben und die personelle Überlastung von Amtsveterinären.

Tierschützer fordern LKA für Tiere

Video der Soko Tierschutz: Drei Männer, darunter soll auch der Betriebsleiter sein, quälen eine Kuh, die nicht mehr gehen kann.
Video der Soko Tierschutz: Drei Männer, darunter soll auch der Betriebsleiter sein, quälen eine Kuh, die nicht mehr gehen kann.

"Die staatliche Kontrollbehörde ist leider kein lernendes System, sondern stolpert von Skandal zu Skandal und verfällt anschließend wieder in den alten Trott", sagt der Grünen-Landtagsabgeordnete Paul Knoblach. "Ich fordere jetzt endlich Klarheit, wie und wie oft solche Betriebe untersucht werden."

Tierschützer fordern, den Landratsämtern die Kontrolle über Nutztierhaltungen zu entziehen. "Wir brauchen eine Art LKA oder BKA für Tiere, das fern von regionalem Filz und mit hoher Kompetenz und Schlagkraft gegen die organisierte Kriminalität in der Landwirtschaft vorgehen kann", sagt Friedrich Mülln von Soko Tierschutz.

Diana Plange vom Verein Tierärzte für verantwortbare Landwirtschaft wünscht sich angesichts des Allgäuer Verdachts ebenfalls Alternativen. "Betriebe in dieser Größenordnung sollten überregional überwacht werden, durch zu schaffende Behörden oder das Gewerbeaufsichtsamt", sagt sie.

"Wenn Betriebe in dieser Größe bereits auffällig geworden sind, gehören sie videoüberwacht."

Fotos: Screenshot/YoutTube/SOKOTIERSCHUTZ

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