Illegal Ausländer beschäftigt: Prozess gestartet

Bad Kreuznach - Sie sollen illegal eingereiste Ausländer untergebracht, beschäftigt und der Sozialversicherung Beiträge für diese Personen vorenthalten haben - seit Dienstag müssen sich deswegen ein 44 Jahre alter Mann sowie eine 46-Jährige vor dem Landgericht Bad Kreuznach verantworten.

Einen Teil des Lohns sollen sie bar ausgezahlt haben.
Einen Teil des Lohns sollen sie bar ausgezahlt haben.  © DPA

Vorgeworfen werden den beiden Angeklagten aus Sohren sowie Büchenbeuren im Rhein-Hunsrück-Kreis unter anderem Beihilfe zum illegalen Aufenthalt von Ausländern in Deutschland - im Fall des Mannes geht es um 20 Fälle, bei der Frau um sechs Fälle.

Konkret sollen die beiden nach Angaben des Gerichts ukrainische Staatsbürger, die mit gefälschten rumänischen Pässen widerrechtlich nach Deutschland gekommen seien, untergebracht und sie beschäftigt haben.

Der 44-Jährige soll in zehn Fällen Beiträge zur Sozialversicherung vorenthalten oder der Sozialversicherung bewusst falsche Angaben gemacht haben, die 46-Jährige gar in 72 Fällen.

Einen Teil des Lohnes sollen sie bar ausgezahlt haben, entsprechend sollen diese Beträge bei der Berechnung von Beiträgen zur Sozialversicherung nicht berücksichtigt worden sein.

Laut Gericht hat der 44-Jährige die Vorwürfe schon vor dem Auftakt des Verfahrens teilweise zugegeben, die Frau äußerte sich vor dem Prozess noch nicht dazu.

In dem Verfahren sind Verhandlungstage bis Mitte Oktober angesetzt.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0