Großbrand in sächsischem Hotel: Fast 100 Feuerwehrleute im Einsatz, Haus total zerstört!

Bad Muskau - Erst vor einem Jahr eröffnete das Hotel "Turmvilla" im sächsischen Bad Muskau, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Bautzen gelegen. Am frühen Dienstagabend brach dort ein Feuer aus, das sich zu einem Großbrand entwickelte, der nahezu hundert Feuerwehrleute forderte!

Fast hundert Männer sollen im Einsatz gewesen sein.
Fast hundert Männer sollen im Einsatz gewesen sein.  © Toni Lehder/lausitznews.de

Gegen 17.30 Uhr soll das Feuer im Frühstücksraum ausgebrochen sein. Laut Mitarbeitern hatte ein Elektrokasten in der Vergangenheit immer wieder komische Geräusche gemacht. Offenbar war dies der Vorbote für das Feuer-Drama, denn das technische Gerät soll der Grund für alles sein - es entzündete sich ersten Angaben zufolge und läutete so das Unglück ein.

Schnell fing die mit viel Holz im 19. Jahrhundert erbaute Unterkunft an, überall zu brennen. Bis in den Dachstuhl fraßen sich die Flammen durch. Doch als die Feuerwehr anrückte, wurde alles noch viel dramatischer. Denn ausgerechnet, als sie am dringendsten gebraucht wurde, hatte die dringend benötigte Drehleiter einen technischen Defekt. Die Kollegen versuchten es zwar noch manuell, aber das Gerät konnte nicht mehr benutzt werden.

Die hilflosen Retter konnten letzten Endes nur auf Ersatz warten, bis endlich eine weitere Drehleiter aus Spremberg an der Einsatzstelle eintraf.

Doch die Probleme hörten nicht auf, denn eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach des Gebäudes sorgte für weitere Probleme: Sie ließ sich nicht löschen. Das Löschwasser perlte einfach ab!

Kriminalpolizei ermittelt

Bis die erste Drehleiter da war, verging viel Zeit.
Bis die erste Drehleiter da war, verging viel Zeit.  © Toni Lehder/lausitznews.de

Den Helfern wurde klar, dass nun noch eine Drehleiter benötigt würde. Erst um etwa 21 Uhr traf diese aus dem kleinen Ort Niesky ein.

Gegenüber TAG24 bestätigte die Polizei Görlitz, dass zur Stunde (Stand 7 Uhr) noch immer Löscharbeiten an dem Hotel vorgenommen werden und das in der Spitze 30 Feuerwehrfahrzeuge vor Ort im Einsatz waren. Außerdem musste aufgrund des Einsatzes die nahegelene B115 kurzzeitig gesperrt werden.

Laut eines Mitarbeiters wurde das Hotel durch den Brand und das Löschwasser komplett zerstört. Verletzte gab es laut Polizei keine. Alle Gäste und Mitarbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Die Kriminalpolizei hat vor Ort erste Ermittlungen übernommen. Brandursachenermittler werden am Mittwoch weitere Untersuchungen einleiten.

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