Mann soll schwangerer Ehefrau in den Bauch getreten haben, doch vor Gericht kommt alles anders

Löhne - Hat ein 39-jähriger Mann seine schwangere Ehefrau misshandelt und ihr in den Bauch getreten? Das muss das Amtsgericht in Bad Oeynhausen klären.

Das Opfer gab vor Gericht an, zum Zeitpunkt der Tat nicht schwanger gewesen zu sein. (Symbolbild)
Das Opfer gab vor Gericht an, zum Zeitpunkt der Tat nicht schwanger gewesen zu sein. (Symbolbild)  © 123RF

Laut Staatsanwaltschaft Bielefeld soll der Mann bei einem Spaziergang im Dezember 2017 mit seiner Frau heftig aneinander geraten sein.

Anfangs sollen sie sich noch gestritten haben, doch dann eskalierte die Situation wohl und er schlug ihr angeblich mit seiner Faust ins Gesicht. Dabei soll ihre Unterlippe aufgeplatzt sein.

Anschließend soll er der Frau laut Angaben der Staatsanwaltschaft in den Bauch getreten haben.

Der Angeklagte, der aus Somalia stammt, stellte hingegen über seinen Dolmetscher klar, dass das alles nur ein Missverständnis war. Er habe lediglich Spaß haben wollen und habe daher seine Frau mit einem Schneeball beworfen.

Dies bestätigte zur Verwunderung auch die Ehefrau vor Gericht. Die Schwangere erklärte, dass zu dem Zeitpunkt noch nicht schwanger gewesen sei und sie der Schneeball unglücklich getroffen habe. Daher sei sie wütend geworden. Die Polizei hatte dem Mann damals ein zehntägiges Hausverbot aufgebrummt.

Das Verfahren gegen den Somalier wurde auf den 20. Juli vertagt, um weitere Zeugen hören zu können.

Titelfoto: 123RF


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