Physiotherapeut soll Kinder missbraucht haben: Polizei sucht nach weiteren Opfern

Bad Oeynhausen/Minden – Im Missbrauchsfall von Bad Oeynhausen hat die Polizei am Freitag ihre Suche nach weiteren möglichen Opfern fortgesetzt.

In dieser Praxis soll der Therapeut pornografische Bilder von zwei Kindern geschossen haben.
In dieser Praxis soll der Therapeut pornografische Bilder von zwei Kindern geschossen haben.

Wie am Vortag wurden dazu in Bad Oeynhausen und Minden mobile Anlaufstellen eingerichtet.

Am Donnerstag seien die Infomobile gut frequentiert gewesen, sagte eine Sprecherin der Polizei Dortmund am Freitag: "Die Ermittler und Opferschutzbeauftragten haben viele Gespräche geführt."

Sie machte keine näheren Angaben darüber, wie viele Kontakte es gab und ob sich daraufhin die Zahl potenzieller Opfer erhöht habe.

In dem Fall wird gegen einen 60-jährigen Physiotherapeuten und Heilpraktiker aus Bad Oeynhausen ermittelt. Der auf die Therapie von Kindern und Jugendlichen spezialisierte Mann soll in seiner Praxis bei Behandlungen kinderpornografische Fotos von Patienten gemacht haben.

Außerdem soll er zahlreiche weitere kinder- und jugendpornografische Bilder besessen haben. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Polizei richtet Hotline für Betroffene ein

Mehrere Info-Mobile der Polizei sind in der Innenstadt postiert.
Mehrere Info-Mobile der Polizei sind in der Innenstadt postiert.  © DPA

Die Polizei hat auch die Kundendatei ausgewertet und damit begonnen, mögliche Opfer zu kontaktieren.

"Viele Angehörige von potenziellen Opfern sind bereits erreicht worden", sagte die Sprecherin weiter.

Die Ermittler richteten auch eine Hotline ein, unter der sich möglicherweise Betroffene melden können. Die Hotline sei bislang aber nur verhalten angenommen worden.

Die Sprecherin rief mögliche Opfer, Angehörige und Zeugen erneut dazu auf, sich bei der Polizei zu melden. Die Infomobile sollen auch am Samstag vor Ort sein.

Titelfoto: DPA

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