Legte Augenarzt halbblinder Frau ein AfD-Formular zur Unterschrift vor?

Ein Arzt bat seine Patientin, ein Formular zu unterschreiben, nachdem er ihr Augentropfen verabreichte.
Ein Arzt bat seine Patientin, ein Formular zu unterschreiben, nachdem er ihr Augentropfen verabreichte.  © 123RF (Symbolbild)

Bad Pyrmont - Um die Beschwerden einer Patientin abklingen zu lassen, hat ein Arzt einer älteren Frau Augentropfen verabreicht. Danach bat er sie, ein Formular zu unterschrieben. Dieser Fall hat es inzwischen bis zur Staatsanwaltschaft geschafft.

Nach der Verabreichung des Arzneimittels soll die Seniorin nicht mehr richtig gesehen haben. Der Halbgott in Weiß, der gleichzeitig AfD-Mitglied ist, soll der Frau ein Dokument vorgelegt haben, das sie unterschreiben sollte.

Die Dame entschied sich jedoch gegen eine sofortige Signatur und nahm den Zettel mit nach Hause. Dort entdeckte sie, dass es sich um ein AfD-Unterstützerformular gehandelt hätte, als sie ihre vollständige Sehkraft wieder erlangte.

Gegen den Augenarzt wird nun wegen Wählertäuschung ermittelt, die Untersuchungen dauern noch an, teilte die zuständige Staatsanwältin der Welt mit.

Das strittige Dokument soll ein Unterstützungsformular für die AfD-Landesliste zu Landtagswahl in Niedersachsen sein. Dort benötigt die Partei entsprechende Unterschriften, um an der niedersächsischen Wahl teilnehmen zu dürfen.

Laut Deister- und Weserzeitung (DEWEZET), die als Erste über den Fall berichtete, erstattete die Schwiegertochter der Patientin, ausgerechnet eine CDU-Politikerin Anzeige gegen den Mediziner.

Mittlerweile steht Aussage gegen Aussage, weil der Arzt dem NDR zufolge sämtliche Vorwürfe zurückweist und eine Kampagne gegen sich vermutet.

Zwar hätte er bereits Patientin einer Unterschrift auf der Unterstützerliste für die Alternative für Deutschland nahegelegt, jedoch unabhängig von seiner Arzt-Tätigkeit. Zeugen könnten dies bestätigen.

Der Vorfall soll sich bereits am 30. August zugetragen haben.


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