Freibad platzt bei Gluthitze aus allen Nähten, dann eskaliert die Situation

Bad Sobernheim - Die Polizei hat die Lage in einem Freibad in Bad Sobernheim beruhigen müssen, weil sich Besucher Zutritt verschafft hatten, ohne Eintritt zu bezahlen.

Das Freibad "Am Rosenberg" in Bad Sobernheim wurde zwischenzeitlich wegen enormer Überfüllung geschlossen (Symbolbild).
Das Freibad "Am Rosenberg" in Bad Sobernheim wurde zwischenzeitlich wegen enormer Überfüllung geschlossen (Symbolbild).  © DPA

"Hitzestress", diagnostizierte ein Polizeisprecher am Montag. Die Kapazität des Bades "Am Rosenberg" von etwa 1500 Personen sei vor dem Vorfall gegen 14.35 Uhr am Sonntag erreicht gewesen, der Bademeister hatte angeordnet, das Bad kurzzeitig zu schließen, um die Wasserqualität zu kontrollieren.

Mehr als 2000 Menschen seien zu dem Zeitpunkt wohl in dem Bad gewesen, sagte der Sprecher. "Es war schon gut überfüllt", sagte er. Wohl auch, weil im Umfeld von Bad Sobernheim einige Schwimmbäder derzeit nicht in Betrieb seien.

Eigentlich sollten auf Anweisung des Bademeisters erst wieder neue Besucher in das Bad gelassen werden, wenn Badegäste dieses verlassen hatten. Mehrere Personen seien aber einfach durch die Eingangskontrolle gegangen.

Die Polizei habe die Lage mit dem Einsatz von drei Streifenwagenbesatzungen aber schnell unter Kontrolle gehabt. "Wir konnten die Gemüter wieder ein bisschen beruhigen", sagte der Sprecher. Das Schwimmbad konnte wenig später wieder öffnen. Anzeigen habe es keine gegeben.

Am Sonntag waren im nahen Bad Kreuznach Temperaturen von 39,3 Grad erreicht worden. Das war - bis wenig später 39,6 Grad in Sachsen-Anhalt gemessen wurden - kurzzeitig der deutschlandweite Juni-Rekord.

Schließlich musste die Polizei an dem Freibad anrücken (Symbolbild).
Schließlich musste die Polizei an dem Freibad anrücken (Symbolbild).  © 123RF

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