Junger Mann im Blutrausch? Ein Toter, ein Schwerverletzter

Bad Soden/Frankfurt am Main - Zwei mysteriöse Messerattacken, die sich im Mai vergangenen Jahres in Bad Soden bei Frankfurt ereigneten, werden von Dienstagmorgen an vor Gericht verhandelt.

Ein Busfahrer wurde schwer verletzt, ein 62-Jähriger mit "multiplen Messerstichen" getötet (Symbolbild).
Ein Busfahrer wurde schwer verletzt, ein 62-Jähriger mit "multiplen Messerstichen" getötet (Symbolbild).  © dpa/ap/Matthieu Alexandre

Vor dem Landgericht Frankfurt beginnt am Dienstag (9.30 Uhr) der Prozess gegen einen 26 Jahre alten Mann.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Totschlag und versuchten Totschlag vor.

Die beiden Bluttaten, die dem jungen Mann zur Last gelegt werden, ereigneten sich in der Nacht zum 25. Mai 2019 (TAG24 berichtete).

Der damals 25 Jahre alte Mann wurde von der Polizei zunächst festgenommen, weil er im Verdacht stand, am Busbahnhof von Bad Soden einen Busfahrer niedergestochen und schwer verletzt zu haben.

Bei der Festnahme gab der junge Mann dann gegenüber der Polizei an, dass "er in seiner Wohnung seinen Nachbarn getötet habe".

In der Unterkunft des Verdächtigen wurde daraufhin die Leiche eines 62 Jahre alten Mannes gefunden. Der Nachbar des Angeklagten wurde mit "multiplen Messerstichen" getötet, wie damals mitgeteilt wurde.

Zwei Messerattacken in Bad Soden im Mai 2019

Für den Prozess vor dem Landgericht Frankfurt sind zunächst fünf Verhandlungstage bis Anfang März angesetzt. Dabei wird es auch um eine mögliche Sicherungsverwahrung des mehrfach vorbestraften Angeklagten in einer Psychiatrie gehen.

Schon im Mai 2019 war von den Ermittlern die Vermutung geäußert worden, dass bei den beiden Messerattacken in Bad Soden eventuell "Rauschmittel oder psychische Probleme tatursächlich waren", wie ein Sprecher es damals formulierte.

War der Täter in einem Blutrausch? Durch den Prozess wird diese Frage wahrscheinlich beantwortet werden.

Titelfoto: dpa/ap/Matthieu Alexandre

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