Speichelanalyse überführt Wolf: Er hat die Schafe getötet!

Ein Wolf steht am 20.11.2017 auf einer Wiese bei Bad Kreuzen in Österreich und frisst seine Beute, ein Hahn. Bei Bad Wildbad soll ein Wolf drei Schafe gerissen haben. (Archivbild)
Ein Wolf steht am 20.11.2017 auf einer Wiese bei Bad Kreuzen in Österreich und frisst seine Beute, ein Hahn. Bei Bad Wildbad soll ein Wolf drei Schafe gerissen haben. (Archivbild)  © DPA

Bad Wildbad - Nach der Analyse von Speichelresten an drei getöteten Schafen steht jetzt fest, dass ein Wolf die Tiere gerissen hat.

Es handelt sich um einen bisher genetisch nicht erfassten Rüden aus einem Rudel bei Schneverdingen in Niedersachsen. Ob es sich um dasselbe Tier handelt, das im Oktober in Widdern bei Heilbronn)Tiere getötet hat, konnte nicht geklärt werden.

Die genetische Analyse der an den Rissen genommenen Proben erfolgte durch das Senckenberg-Institut. Über den gegenwärtigen Aufenthaltsort des Wolfs ist nichts bekannt. Der Schafhalter kann für seine getöteten Tiere Entschädigung aus dem dafür eingerichteten Ausgleichsfonds beantragen.

Das Umweltministerium weist erneut darauf hin, dass Nutztierherden durch einen lückenlosen Elektrozaun in ausreichender Höhe (über 90 cm) wirkungsvoll gegen Angriffe eines Wolfs geschützt werden können. Kurzfristig können Nutztierhalterinnen und -halter über die Forstliche Versuchs und Forschungsanstalt vom Umweltministerium bereitgestellte Notfall-Zaunsets auch ausleihen.

Derzeit werden über die FVA auch gemeldete Risse von Rotwild, eines Sikahirschs und eines Rehs genetisch untersucht. Bis zur Klärung, ob auch diese Risse in der Nähe von Freudenstadt und bei Herrenberg (Landkreis Böblingen) auf einen Wolf und möglicherweise auf denselben Wolf wie in Bad Wildbad zurückzuführen sind, wird es allerdings noch einige Tage dauern.

Titelfoto: DPA


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