Asylbewerber behalten ihren Schutzstatus trotz mehrfacher Reisen ins Heimatland

Teilweise mehrfach flogen Asylbewerber in die Länder zurück, aus denen sie geflüchtet waren. Zurück in Deutschland blieb ihr Schutzstatus bestehen.
Teilweise mehrfach flogen Asylbewerber in die Länder zurück, aus denen sie geflüchtet waren. Zurück in Deutschland blieb ihr Schutzstatus bestehen.  © Julian Stratenschulte/dpa

Baden-Württemberg - Einem Bericht zufolge sind mehrere Flüchtlinge aus dem Südwesten Deutschlands für Kurztripps in ihre Herkunftsländer gereist. An ihrem Schutzstatus in Deutschland änderte das nichts.

Laut der Ausländerbehörde in Baden-Württemberg hätte man 100 Flüchtlinge erfasst, die seit 2014 teilweise mehrfach in ihre Heimatstaaten gereist seien.

Nach der erfolgreichen Rückkehr genossen sie weiterhin ihren Schutzstatus als Asylbewerber. Das berichteten "Heilbronner Stimme" und "Mannheimer Morgen" unter Berufung auf eine Erhebung des Innenministeriums.

Für die Reisen wurden Gründe wie zum Beispiel familiär, geschäftlich oder Urlaub genannt. Auf einen Antrag der AfD-Landtagsfraktion schrieb Ministerialdirektor Julian Würtenberger (60, CDU) daher:

"Wenn anerkannte Schutzberechtigte trotz einer Verfolgung oder Bedrohung zu Urlaubszwecken wieder in ihr Heimatland reisen, stellt sich zu Recht die Frage nach der Schutzbedürftigkeit dieser Ausländer."

Zielländer waren tatsächlich Syrien und der Irak. Neben den 100 Reisenden soll es noch eine Dunkelziffer geben.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa


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