Nach 28 Jahren Beton: Diese Bärin spürt zum ersten Mal Naturboden unter sich

Worbis - Bisher war sie alleine auf Beton gelaufen nun hat die gerettete spanische Bärin Doro hat zum ersten Mal Thüringer Waldboden unter ihren Tatzen gespürt.

Doro bei ihrem ersten Ausflug in die Freiheit.
Doro bei ihrem ersten Ausflug in die Freiheit.  © Alternativer Bärenpark Worbis

Ihre Quarantäne-Zeit ist vorbei, wie der Alternative Bärenpark Worbis mitteilte. Nun dürfe die 28-jährige Bärin ins Freigehege.

Doro war Anfang Juni aus einem spanischen Tierpark nach Thüringen gekommen. Dort hatte sich der Betreiber zurückgezogen, die Tiere seien nur noch notdürftig versorgt worden, hatte der Geschäftsführer der Stiftung für Bären, Rüdiger Schmiedel, erläutert.

Wochenlang hatte die Stiftung Sponsoren und Spender gesucht, um die Bärin aus ihrem Gefängnis zu befreien. Nun konnte sie das erste Mal in ihrem Leben Naturboden unter den Tatzen spüren. Mit Vorsicht aber sehr neugierig habe sie sich in ihrer neuen Umgebung bewegt, heißt es vom Bärenpark.

Das gleiche zeigt auch ein Video, dass der Park auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte. Fast schon verwundert blickt sich die Bärin darauf in ihrem neuen Zuhause um, erkundet langsam den Boden unter ihren Füßen.

Mit Doro leben neun Bären in dem Park, der von der Stiftung betrieben wird. Die ältesten sind Jimmy und Bärendame Conny, die beide 30 Jahre alt sind.

Die Stiftung für Bären unterhält zwei Bärenparks, den Alternativen Bärenpark Worbis in Thüringen, den es seit 1996 gibt, und seit 2010 den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald.

Dorthin wurde eine weitere Bärin aus dem spanischen Tierpark gebracht. Sie und Doro sollen sich in ihrer neuen Heimat von den Strapazen ihres bisherigen Lebens erholen.

Anfang Juni war Doro in Thüringen eingetroffen.
Anfang Juni war Doro in Thüringen eingetroffen.  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Thüringen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0