Bahn-Gipfel in Chemnitz: Schnelle Zugverbindung kommt nur sehr langsam voran

Besseres Klima: Wirtschaftsminister Martin Dulig (43,
SPD), OB Barbara Ludwig (55, SPD) und Bahn-Boss
Eckart Fricke (60, v.re.) basteln am Fernbahnanschluss.
Besseres Klima: Wirtschaftsminister Martin Dulig (43, SPD), OB Barbara Ludwig (55, SPD) und Bahn-Boss Eckart Fricke (60, v.re.) basteln am Fernbahnanschluss.  © Kristin Schmidt

Chemnitz - Das Fernbahn-Fiasko in Chemnitz könnte ein Ende haben. Fällt die Kosten-Nutzen-Rechnung positiv aus, stehen Planung und Bau der ICE-Anbindung theoretisch nichts mehr Wege.

Die Chemie stimmt: Mit dem Amtsantritt von Eckart Fricke (60) als Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn vor zweieinhalb Jahren hat sich einiges verändert. Zwar hält noch immer keine Fernbahn in der Stadt. Aber die Beteiligten reden wieder über die Elektrifizierung der 81 Kilometer langen Strecke zwischen Chemnitz und Leipzig. Vorher herrschte im Berliner Bahn-Tower eisiges Schweigen.

Frühestens in einem Jahr wird das Ergebnis einer Kosten-Nutzen-Rechnung vorliegen. Fällt die positiv aus, könnte geplant und gebaut werden. Das entscheidet der Bund. 2026 oder 2027 könnten ICE-Züge von Leipzig über Bad Lausick nach Chemnitz rollen.

"Der Freistaat Sachsen steht zu seiner Zusage, sich an den Kosten zu beteiligen", sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (43, SPD). Für das Land stehe aber auch der Ausbau der Verbindung Dresden-Prag und Dresden-Görlitz auf der Prioritätenliste.

Licht am Ende des Tunnels: 2019 startet die Deutsche Bahn einen IC von Rostock über Berlin und Dresden. "Der könnte bis nach Chemnitz verlängert werden. Wir arbeiten daran", so Eckart Fricke gestern beim Bahn-Gipfel im Rathaus, zu dem Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (55, SPD) geladen hatte. "Frühjahr 2018 treffen wir uns wieder. Hoffentlich mit Ergebnissen."

Titelfoto: Kristin Schmidt


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