Mit dem Bummelzug: Lärmschutz-Ausbau an Bahnstrecken dauert zu lange

München - Auf mehr als 900 Kilometern Streckenlänge muss die Bahn im Freistaat Lärmschutz ausbauen oder sanieren. Doch selbst da, wo das in den vergangenen Jahren geschehen ist, reicht es nicht.

Neue Regenlungen für den Lärmschutz fordern Nachbesserungen an bereits sanierten Strecken. (Archivbild)
Neue Regenlungen für den Lärmschutz fordern Nachbesserungen an bereits sanierten Strecken. (Archivbild)  © DPA

Die Deutsche Bahn wird für den Ausbau und die Sanierung des Lärmschutzes an ihren Strecken in Bayern noch viele Jahre brauchen. Von mehr als 900 Kilometern Streckenlänge im Freistaat hat der Konzern seit 2001 rund ein Drittel mit Lärmschutzmaßnahmen ausgestattet oder bestehende saniert, teilte der Konzern am Dienstag mit. Mit dem Bund wurden demnach knapp 190 Millionen Euro dafür investiert.

Allein 2018 errichtete die Bahn in Bayern nach eigenen Angaben an rund acht Kilometern Strecke neue Schallschutzwände und sanierte 92 Wohnungen mit sogenannten passiven Lärmschutzmaßnahmen. Dazu gehören etwa die Dämmung von Fassaden oder Schallschutzfenster.

Ein Problem: Seit Beginn dieses Jahres gelten bei der Sanierung auf bestehenden Strecken strengere nächtliche Grenzwerte beim Lärmschutz. Die Bahn muss deshalb auf schon fertigen Abschnitten erneut nachbessern. Dadurch erhöhe sich die insgesamt zu bearbeitende Streckenlänge noch einmal, sagte ein Sprecher.

Deutlich schneller kommt der Konzern hingegen bei der Umrüstung seiner Güterzüge voran. Bis Ende 2020 hat der Bund allen Wagenhaltern Zeit gegeben, die Züge mit sogenannten Flüsterbremsen auszustatten. "Als Bahn werden wir das bis dahin auf jeden Fall umgesetzt haben", sagte der Sprecher.

Dem Verkehrsunternehmen gehören nach eigenen Angaben rund 63.000 und damit etwa ein Drittel aller auf deutschen Schienen verkehrenden Güterzüge.

Ein Zug fährt im Rheintal an einer direkt am Gleisbett platzierten niedrigen-Lärmschutzwand vorbei. Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr rund 500.000 Euro in Lärmschutzmaßnahmen in Rheinland-Pfalz investiert.
Ein Zug fährt im Rheintal an einer direkt am Gleisbett platzierten niedrigen-Lärmschutzwand vorbei. Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr rund 500.000 Euro in Lärmschutzmaßnahmen in Rheinland-Pfalz investiert.  © DPA

Titelfoto: DPA

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