Zug statt Flugzeug! So will Markus Söder das Bahnfahren attraktiv machen

München/Berlin - Damit mehr Menschen in Deutschland die Bahn nehmen, statt in ein Flugzeug zu steigen, will CSU-Chef Markus Söder (52) die Steuer auf die Tickets deutlich senken oder streichen.

CSU-Chef Markus Söder will das Bahnfahren deutlich attraktiver machen.
CSU-Chef Markus Söder will das Bahnfahren deutlich attraktiver machen.  © Lino Mirgeler/dpa

Er wolle das Bahnfahren so attraktiv machen, dass Reisende das Flugzeug bei Kurzstrecken nicht mehr benutzen müssten, sagte Bayerns Ministerpräsident der Welt am Sonntag.

Bahntickets sollten so weit wie möglich von der Mehrwertsteuer befreit werden, derzeit gebe es dafür nicht einmal den ermäßigten Mehrwertsteuersatz. Das könne so nicht bleiben.

Ganz neu ist die Idee nicht: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (44, CSU) hatte bereits im April dieses Jahres vorgeschlagen, für Fernzugtickets deutlich weniger Steuern zu verlangen.

Der Vorschlag ist außerdem Teil des geplanten CSU-Klimakonzepts, über das zuerst der Merkur berichtet hatte. Beschlüsse sollen im Herbst fallen. Für Steuerfragen ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz (61, SPD) zuständig - er hatte sich schon im April grundsätzlich offen für die Debatte gezeigt.

Ein Gesamtkonzept für mehr Klimaschutz will die Bundesregierung im September beschließen. Im Gegenzug zu Steuerrabatten im Bahn-Fernverkehr könnte etwa das Fliegen teurer werden.

Im Nahverkehr gilt bereits die vergünstigte Mehrwertsteuer. Eine Beispielrechnung für den Fernverkehr: Wer für 94,40 Euro mit einem "Super Sparpreis" und Bahncard 25 von Berlin nach Stuttgart fährt, zahlt mit seinem Ticket derzeit 15,07 Euro Mehrwertsteuer.

Fielen nur sieben Prozent Steuer an, würden stattdessen nur 5,55 Euro fällig - dann könnte das Ticket also fast zehn Euro weniger kosten.

Bahnfahrt? Markus Söder will die Steuer auf Tickets deutlich senken oder ganz streichen.
Bahnfahrt? Markus Söder will die Steuer auf Tickets deutlich senken oder ganz streichen.  © Peter Kneffel/dpa

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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