176 Menschen sitzen stundenlang im Elbtal fest

176 Bahnreisende saßen stundenlang im Elbtal fest (Symbolbild).
176 Bahnreisende saßen stundenlang im Elbtal fest (Symbolbild).

Von Daniel Förster

Pirna - 176 Bahnreisende haben in der Nacht bei warmen Temperaturen stundenlang im EuroNight 477 Metropol von Berlin nach Budapest festgesessen.

Der Interrail-Nachtzug hatte gegen 21.25 Uhr nach einem Personenunfall im Elbtal auf der internationalen Bahnstrecke Dresden–Prag auf den Gleisen stoppen müssen.

Zwischen den beiden S-Bahnhaltepunkten Pirna-Obervogelgesang und Stadt Wehlen waren Rettungskräfte und Ermittler der Landes- und der Bundespolizei im Einsatz. Beide Streckengleise mussten zwischen Pirna und Kurort Rathen für den Zugverkehr gesperrt werden.

Dadurch kam sowohl der S-Bahnverkehr als auch der Fernverkehr bis heute Morgen zum Erliegen. Betroffen waren insgesamt 19 Züge - neben dem EuroNight waren es fünf S-Bahnen und 13 Güterzüge, teilt die Pressestelle der Deutschen Bahn aktuell mit.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Für die gestoppten S-Bahnen hatte die DB bis 0.40 Uhr zwischen Pirna und Kurort Rathen bzw. Bad Schandau Busnotverkehr eingerichtet. 2.15 Uhr wurde die Streckensperrung aufgehoben.

Auf dem parallel zum Elberadweg entlang führenden Gleisen genau an der Grenze zwischen dem Pirnaer Ortsteil Obervogelgesang und dem Stadt Wehlener Ortsteil Pötzscha war ein 52-Jähriger auf offener Strecke von dem nach Budapest (Ungarn) fahrenden Zug erfasst worden.

Der Mann verlor dabei sein Leben. Um 0.11 Uhr traf die Kriminalpolizei ein.

Die Reisenden im EuroNight mit Fahrtziel Budapest-Keleti mussten bei sehr warmen Temperaturen so lange aushaaren, bis die Strecke wieder freigegeben wurde und der Zug weiterfahren konnte. Sie wurden von herbeigerufenen Feuerwehrleuten aus umliegenden Orten mit Getränken versorgt und so lange betreut.

Wegen der topographischen Gegebenheiten im Elbtal sei es nicht möglich gewesen, die Reisenden zu evakuieren, so die Deutsche Bahn.

Fotos: Marko Förster


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