Deutsche Bahnhöfe werden zu Stolpersteinen, weil alles im Weg steht

Berlin - Platz ist ja bekanntlich in der kleinsten Hütte, allerdings trifft diese Redewendung auf Deutschlands Bahnhöfe nicht zu. Wird nicht schnell gehandelt, so könnte es in Köln, Frankfurt oder Hamburg an den wichtigsten Knotenpunkten bald richtig eng werden.

Der Frankfurter Hauptbahnhof platzt in Stoßzeiten aus allen Nähten.
Der Frankfurter Hauptbahnhof platzt in Stoßzeiten aus allen Nähten.  © Boris Roessler/dpa

Auf großen Bahnhöfen in Deutschland muss nach Einschätzung der Verkehrsverbünde in den nächsten Jahren mehr Platz geschaffen werden.

Sonst werde es angesichts von immer mehr Fahrgästen dort zu eng, sagte der Hauptgeschäftsführer des Dachverbands der Träger des regionalen Bahnverkehrs (BAG-SPNV), Frank Zerban, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Spätestens wenn der geplante "Deutschlandtakt" komme, benötigten die Fahrgäste kurze und ausreichend dimensionierte Wege fürs schnelle Umsteigen, so Zerban weiter. "Der 'Deutschlandtakt' wird schrittweise kommen, mit jedem Fahrplanwechsel wird es Verbesserungen geben".

Verbesserungen in Sicht

Zerban warnt: "Wenn die Knoten-Ausbaupläne realisiert sind - vor allem in Köln, Frankfurt und Hamburg –, wird es einen deutlichen Schub geben."

Als kurzfristige Maßnahme sollten Kioske und Automaten auf Bahnsteigen entfernt werden, die die Laufwege einschränkten. Langfristig sollen Analysen von stark genutzten Bahnhöfen zeigen, wie unter anderem Laufwege der Reisenden optimiert und wo zusätzliche Zugänge geschaffen werden müssen.

Die Deutsche Bahn räumt Umbaubedarf ein. Man habe die Kapazitäten der Bahnhöfe aber schon länger im Blick, sagte ein Konzernsprecher.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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