Bahnhofsviertelnacht in Frankfurt: Ein verrufener Stadtteil stellt sich vor

Frankfurtam Main - Kneipen, Bars, Galerien, aber auch die Drogennothilfe sind dabei: Am heutigen Donnerstag lädt das Frankfurter Bahnhofsviertel wieder ab 18 Uhr zu seinem alljährlichen Straßenfest.

Das Foto entstand bei der Bahnhofsviertelnach 2016: Tausende Besucher strömten damals in das Quartier.
Das Foto entstand bei der Bahnhofsviertelnach 2016: Tausende Besucher strömten damals in das Quartier.  © dpa/Boris Roessler

Bis zu 50.000 Besucher werden zur Bahnhofsviertelnacht erwartet, je nach Wetterlage.

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) wird das Fest um 18.30 Uhr offiziell eröffnen. Enden soll das Straßenfest um Mitternacht.

Die riesige Party geht nun schon in ihre zwölfte Runde. Insgesamt gibt es an knapp 50 Anlaufpunkten ein Unterhaltungs- oder Informationsprogramm, auch ein ehemaliges Bank-Hochhaus ist dabei.

Aus Sicherheitsgründen wird das Viertel mit großen Betonblöcken für den Verkehr gesperrt.

Das Bahnhofsviertel von Frankfurt ist ein Quartier im Umbruch. Früher war es als Hotspot der Prostitution, der Kriminalität und des Drogen-Konsums verschrien und berüchtigt.

Auch heute noch gibt es dort Drogen-Dealer und Abhängige, auch als Rotlichtviertel ist das Quartier nach wie vor bekannt.

Frankfurter Bahnhofsviertel im Wandel

Das Foto entstand bei der Bahnhofsviertelnacht 2018.
Das Foto entstand bei der Bahnhofsviertelnacht 2018.  © dpa/Boris Roessler

Doch zugleich haben sich in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche Firmen und Szene-Bars dort angesiedelt, die weit über das Quartier hinaus Besucher anziehen.

Am augenscheinlichsten ist dies in der Kaiserstraße. Von den früher auch hier ansässigen Bordellen ist inzwischen nichts mehr zu sehen. Stattdessen locken zahlreiche trendige Bars und Restaurants die Menschen an.

Wenn Ihr Euch näher über das Programm der Bahnhofsviertelnacht 2019 informieren möchtet, werdet Ihr auf der Website bahnhofsviertel-ffm.de fündig.

Die einzelnen Programmpunkte sind sehr unterschiedlich. Neben zahlreichen gastronomischen Locations gehören auch der Drogennotdienst, ein Druckraum für Heroin-Abhängige und der Verein Doña Carmen dazu, der sich für die Rechte von Prostituierten einsetzt.

Titelfoto: dpa/Boris Roessler

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