Mobilität in Bayern: Grüne wollen Bahn-Nebenstrecken reaktivieren

München - Die Grünen verlangen die schnelle Reaktivierung von 18 Bahn-Nebenstrecken im Freistaat Bayern. Die Staatsregierung hat bislang aber nur für einzelne dieser Strecken die Wiederinbetriebnahme in die Wege geleitet.

Die Sanierung von maroden Schienen spielt eine wichtige Rolle. (Symbolbild)
Die Sanierung von maroden Schienen spielt eine wichtige Rolle. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Dies geht aus einer Antwort des Verkehrsministeriums in München auf eine Landtagsanfrage des Grünen-Abgeordneten Markus Büchler (46) hervor. Er wirft CSU-Minister Hans Reichhart (37) vor, die Gelder zum Bahnausbau nur in München für die zweite S-Bahn-Stammstrecke zu verbauen, "auf Kosten der Mobilität auf dem Land".

Nach Angaben des Ministeriums gibt es für 3 der 18 Strecken konkrete Terminpläne für die Aufnahme des Zugverkehrs.

Demnach soll in Schwaben bis Ende des Jahre 2022 die Verbindung Gessertshausen-Langenneufnach kommen, in Mittelfranken soll bis Ende 2024 die Strecke Gunzenhausen-Wassertrüdingen in Betrieb gehen. Die seit mehreren Jahrzehnten diskutierte Verlängerung der Münchner S-Bahn-Linie 7 von Wolfratshausen bis Geretsried soll in knapp zehn Jahren Wirklichkeit sein.

Bayern verlangt bei der Reaktivierung von stillgelegten Strecken, dass die Sanierung von maroden Schienen von einem Infrastrukturunternehmen ohne Zuschuss des Freistaats gestemmt werden.

Der Beitrag des Landes liege anschließend darin, für zwölf Jahre einen regelmäßigen Zugverkehr für die Strecken zu bestellen. Den Grünen ist dies zu wenig.

Sie fordern, dass Bayern selbst Reaktivierungsprozesse startet, fördert und zum Abschluss führt.

Die Grünen fordern die zeitnahe Reaktivierung von 18 Bahn-Nebenstrecken. (Symbolbild)
Die Grünen fordern die zeitnahe Reaktivierung von 18 Bahn-Nebenstrecken. (Symbolbild)  © Marc Müller/dpa

Titelfoto: Marc Müller/dpa

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