Erschreckende Statistik: Zahl der Toten an Bayerns Bahnübergängen steigt

München - An Bayerns Bahnübergängen sind im vergangenen Jahr zwölf Menschen gestorben - und damit so viele wie in den vergangenen zehn Jahren nicht.

Ein zerstörtes Wohnmobil vom Typ Hymer B534 steht nach der Kollision mit dem Allgäu-Express am Bahnübergang Steinach. Bei dem Zusammenstoß wurde eine Person leicht verletzt.
Ein zerstörtes Wohnmobil vom Typ Hymer B534 steht nach der Kollision mit dem Allgäu-Express am Bahnübergang Steinach. Bei dem Zusammenstoß wurde eine Person leicht verletzt.  © DPA

In den meisten Fällen beachteten andere Verkehrsteilnehmer die Vorfahrt der Züge an den Gleisquerungen nicht, wie das bayerische Innenministerium am Dienstag auf Anfrage mitteilte.

Zum Vergleich: 2009 waren sechs Menschen an Bahnübergängen gestorben. Die Zahl der Unfälle schwankt im Zeitraum 2009 bis 2018 von 41 und 61, die Zahl der Verletzten von 25 bis 83.

Von den 55 Unfällen an Bahnübergängen des vergangenen Jahres hatten die Schienenquerungen in 44 Fällen keine Schranken, zehnmal waren Schranken vorhanden und in einem Fall war die Absperranlage defekt. Nach Angaben der Deutschen Bahn gab es Ende 2017 rund 3130 Bahnübergänge im Freistaat, davon waren 1631 unbeschrankt.

Der jüngste derartige Unfall hatte sich am Wochenende an einem unbeschrankten Bahnübergänge im oberbayerischen Kochel am See ereignet. Dort starben am Sonntag ein Großvater und sein zwei Jahre alter Enkel, als sie mit einem Quad über einen unbeschrankten Bahnübergang fuhren (TAG24 berichtete). Beide wurde von einem Zug erfasst.

Ein verunglücktes Motorrad steht an einem Bahnübergang im bayerischen Harburg. Der Motorradfahrer wurde von einem Zug erfasst und tödlich verletzt.
Ein verunglücktes Motorrad steht an einem Bahnübergang im bayerischen Harburg. Der Motorradfahrer wurde von einem Zug erfasst und tödlich verletzt.  © DPA

Titelfoto: DPA

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