Hannover 96 verzichtet nach derber Pleite beim HSV auf Protest

Hannover/Hamburg - Faire Verlierer! Am Sonntag ging Hannover 96 im Nord-Derby beim Hamburger SV mit 0:3 baden.

Bakery Jatta lief gegen Hannover 96 auf und erzielte einen Treffer.
Bakery Jatta lief gegen Hannover 96 auf und erzielte einen Treffer.  © Christian Charisius/dpa

Entgegen der vorherigen, unterlegenen Gegner des HSV verzichten die Niedersachsen jedoch auf einen Protest gegen die Spielwertung.

Der 1. FC Nürnberg, VfL Bochum und Karlsruher SC legten Einspruch gegen die Spielwertung ein, weil der Hamburger SV Bakery Jatta einsetzte, gegen den Ermittlungen wegen einer vermeintlichen falschen Identität liefen.

Hannover 96 positionierte sich am Montag jedoch klar. "Wir haben am Sonntag beim Hamburger SV verdient mit 0:3 verloren. Und zwar allein deshalb, weil wir an diesem Tag die schlechtere Mannschaft waren", schrieb der Verein in einem Statement.

Im Fußball zähle das, was auf dem Platz passiere. "Alles andere hat auf Sieg oder Niederlage keinen Einfluss. Identität und Herkunft spielen auf dem Rasen glücklicherweise keine Rolle. So soll es bleiben, und deshalb wird Hannover 96 keinen Protest gegen die Niederlage in Hamburg einlegen", erklärten die Roten.

Bereits im Vorfeld hatten 96-Boss Martin Kind, Trainer Mirko Slomka und Fan-Club "Rote Kurve" einen fairen Umgang mit Jatta gefordert. "Bakery Jatta verdient sportlich und menschlich unseren Respekt. Pfiffe gegen ihn, wie es sie zuletzt gegeben hat, lehnen wir entschieden ab", sagte Kind dem Portal 96freunde.

Ob ein Einspruch nach den jüngsten Entwicklungen im Fall Jatta überhaupt Sinn gemacht hätte, ist fraglich. Am Montag stellte das Bezirksamt Hamburg-Mitte die Ermittlungen gegen den Profi des Hamburger SV ein.

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