Gefährliche Bakterien in der Ostsee: Zweiter Todesfall!

Rostock - Im Nordosten ist ein weiterer Mensch durch eine Vibrionen-Infektion nach einem Bad in der Ostsee gestorben.

Bei sommerlichen Temperaturen herrscht am Ostseestrand Hochbetrieb.
Bei sommerlichen Temperaturen herrscht am Ostseestrand Hochbetrieb.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Die Person habe aber schon im Vorfeld an mehreren chronischen Krankheiten gelitten und damit zur Risikogruppe gehört, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Donnerstag in Rostock mit. Weitere Details wurden nicht genannt.

Anfang August hatte es in diesem Jahr bereits das erste Todesopfer aufgrund einer Vibrionen-Infektion gegeben. Dabei handelte es sich um eine ältere Frau, die ebenfalls zur Risikogruppe gehörte.

Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden und Hautverletzungen haben, sollten vorsichtshalber nicht baden gehen, erklärte eine Lagus-Sprecherin.

Dazu zählen etwa Erkrankungen der Leber, Diabetes mellitus oder Immunschwächen durch eine Transplantation oder HIV. Auch alte Menschen gehörten zur Risikogruppe.

Woher kommen die Vibrionen?

Bakterien tummeln sich in einer Petrischale in einem Labor. (Symbolbild)
Bakterien tummeln sich in einer Petrischale in einem Labor. (Symbolbild)  © Katarzyna Białasiewicz/123RF

Vibrionen sind Bakterien, von denen einige Arten beim Menschen Krankheiten verursachen können. Am bekanntesten dürfte der Erreger der Cholera sein.

Die im Salzwasser der Ostsee vorkommenden Keime der Art Vibrio vulnificus vermehren sich sprunghaft bei Wassertemperaturen von mehr als 20 Grad und können Wunden infizieren.

Symptome einer Infektion sind demnach Schüttelfrost, Durchfall, Fieber und blasenbildender Hautausschlag. Eine zügige Therapie mit Antibiotika kann den Krankheitsverlauf stark mildern.

Insgesamt waren in diesem Sommer bereits fünf Personen an den fleischfressenden Bakterien erkrankt.

Im Super-Sommer 2018 zählte das Landesamt 18 Erkrankungen, darunter drei Todesfälle.

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