Nur 24 Stunden: Sachsen will Asylanträge im Schnelltempo abarbeiten

In Sachsen sollen drei Ankunftszentren eingerichtet werden.
In Sachsen sollen drei Ankunftszentren eingerichtet werden.

Sachsen - Sachsen will Tempo machen: Nach einem Bericht der Sächsischen Zeitung will der Freistaat Asylanträge künftig an nur einem Tag abarbeiten. Start ist schon im März.

Doch wie soll das möglich sein? Bisher dauern Asylverfahren im Schnitt ca. fünf Monate.

Der Plan: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) will in Dresden, Leipzig und Chemnitz Ankunftszentren einrichten. Schon Mitte März sollen diese arbeitsbereit sein.

Ziel ist es, dass Flüchtlinge an einem Tag den Asylantrag stellen, angehört werden und wenn möglich noch vor Ort den Asylbescheid erhalten.

Bislang gibt es in Deutschland nur vier solcher Ankunftszentren. In Heidelberg oder Bamberg wird dieses schnelle Verfahren derzeit getestet. Bamf-Chef Frank-Jürgen Weise hatte bereits letzte Woche angekündigt, dass jedes Bundesland eine solche Einrichtung erhalten soll.

Dazu wird allerdings noch Personal benötigt. Nach SZ-Informationen waren zum Monatsbeginn ca. 80 Bamf-Mitarbeiter in Sachsen im Einsatz. Interne Kalkulierungen würden aber drei Mal so viel Personal vorsehen. Ziel in Sachsen: 2000 Asylanträge pro Woche.

Fotos: dpa


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