Bamf-Skandal: Handy und Laptop sollen neue Erkenntnisse bringen

Bremen - Die Ermittlungen zur Bamf-Affäre gehen in die nächste Runde: Nach Medienberichten gab es jetzt eine neue Durchsuchung bei der Leiterin der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf).

Ein Schild an der Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.
Ein Schild an der Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.  © DPA

Wie die SZ bekannt gab, wurden dabei das Handy und der Laptop der Beschuldigten beschlagnahmt. Dabei hatte die Polizei bereits Ende April die Daten der elektronischen Geräte sichergestellt.

Bei dem jetzigen Eingriff gehe es um die Kommunikation, die seitdem erfolgt sei. Möglicherweise kann sie Hinweise geben, inwieweit die Anschuldigungen zutreffen.

Im April war bekannt geworden, dass eine leitende Mitarbeiterin in Bremen in mehreren Fällen Asyl gewährt haben soll, ohne die vorliegenden rechtlichen Voraussetzungen (TAG24 berichtete).

In Bremen sollen demnach rund 1200 Menschen unrechtmäßig Asyl erhalten haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sechs Beschuldigte.

Update 16.13 Uhr: Polizei und Zentrale Antikorruptionsstelle Bremen haben zur Aufklärung der Bamf-Affäre die bis zu 50-köpfige Ermittlungsgruppe "Antrag" gebildet. Das teilte die Polizei Bremen am Nachmittag mit.

Die Ermittler untersuchen den Verdacht der Korruption und möglichen Verstoßes gegen das Asylgesetz gegen bislang sechs Beschuldigte. Dazu werden zahlreiche Asylverfahren und weitere Beweismittel ausgewertet.

Titelfoto: DPA


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