Busmannkapelle bangt um 400.000 Euro

Die Busmannkapelle soll langfristig eine Erinnerungstätte werden.
Die Busmannkapelle soll langfristig eine Erinnerungstätte werden.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Die Gedenkstätte Busmannkapelle muss um 400.000 Euro Fördergeld bangen. Mit 200.000 Euro sollte die Stadt den Weiterbau fördern, daran gekoppelt sind weitere 200.000 Euro des Freistaats.

Doch die Mehrheit von Rot-Rot-Grün blockierte jetzt die geplante Stadt-Förderung mit Hinweis auf die aktuelle Haushaltssperre.

Peter W. Schumann (77), Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung einer Gedenkstätte für die Sophienkirche: „Ich hoffe auf die Durchsetzung der Vernunft!“ Das Geld für die Glasfassade sei bereits gesammelt. „Ohne das Fördergeld gerät der geplante Innenausbau aber in Schieflage.“

FDP-Stadtrat Jens Genschmar (44) meint: „Die Sophienkirche wird zum zweiten Mal zum Opfer von Sozialisten. Die Blockaden der linksgrünen Mehrheit sind nur politische Spielchen. Und es kommt der Verdacht auf, dass damit die Gedenkstätte letztendlich komplett verhindert werden soll.“

Thomas Löser (40, Grüne) dazu: „Das Geld für die Busmannkapelle in Dresden ist da und muss bewilligt werden. Die Vorlage wurde lediglich vertagt.“

Die Sophienkirche wurde am 13. Februar 1945 zerstört und die Überreste 1962 zu DDR-Zeiten abgerissen.

Mit der Busmannkapelle soll sowohl an die Folgen der SED-Diktatur als auch an die Opfer des Zweiten Weltkriegs in Dresden erinnert werden.

Foto: Petra Hornig


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