Elefanten-Polo nach Vorwürfen der Tierquälerei eingestellt

Bangkok - Nach Berichten über Tierquälerei bei einem Elefanten-Polo in Thailand stellen die Organisatoren das jährliche Turnier ein.

Bei dem Turnier waren insgesamt 20 Haus-Elefanten dabei, die domestiziert aufwuchsen. In Thailand leben etwa 4700 solcher Haus-Elefanten sowie etwa 4000 wilde Elefanten.
Bei dem Turnier waren insgesamt 20 Haus-Elefanten dabei, die domestiziert aufwuchsen. In Thailand leben etwa 4700 solcher Haus-Elefanten sowie etwa 4000 wilde Elefanten.  © Sakchai Lalit/AP/dpa

Man unterstütze die Entscheidung des Elefantenpolo-Verbandes, für 2019 keine neue Genehmigung für die Veranstaltung zu beantragen, teilte die internationale Hotelkette Minor Hotels am Donnerstag als Veranstalter mit. Zuvor hatte die Tierschutzorganisation Peta berichtet, am Rande des diesjährigen Turniers im März hätten Pfleger mit Elefantenhaken auf die Tiere eingeprügelt.

Die scharfkantigen Werkzeuge werden traditionell zum Führen von Elefanten genutzt, sind aber umstritten. Die Organisatoren und Hauptsponsoren des Poloturniers hatten die Misshandlung in einer gemeinsamen Erklärung verurteilt.

Die Tierschützer begrüßten die Einstellung des Turniers. "Wir werden unsere Kampagne nicht stoppen, bis alle Elefanten, die in Gefangenschaft in Zoos, Zirkussen und Lagern leben, in seriösen Tierheimen untergebracht werden, wo sie so leben können wie in der Wildnis", sagte der Peta-Vizepräsident für Asien, Jason Baker, der Deutschen Presse-Agentur.

Elefantenpolo wird praktisch wie das klassische Polo mit Pferden gespielt. Ziel ist es, den Ball ins gegnerische Tor zu bringen.

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