Menschen klettern Fassade runter, um sich aus Hochhaus-Inferno zu retten

Dhaka - In Bangladeschs Hauptstadt Dhaka spielen sich dramatische Szenen ab: Menschen klettern die Fassade eines brenndenden Hochhauses herab, immer wieder stürzen Trümmerteile und brennender Schutt an ihnen vorbei in die Tiefe.

Dichter Rauch quillt aus dem 19-stöckigen Hochhaus in Dhaka.
Dichter Rauch quillt aus dem 19-stöckigen Hochhaus in Dhaka.  © DPA

Ein 19-stöckiges Hochhaus ist in in Brand geraten. Zahlreiche Menschen steckten vermutlich in dem Bürogebäude fest, teilte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstag mit. Auf Videos bei Twitter und YouTube ist zu sehen, wie viele Menschen versuchen ihr Leben zu retten, indem sie außen am Haus hinunter klettern. Mindestens einer soll dabei den Halt verloren haben und abgestürzt sein.

Medienberichten zufolge versuchten andere Menschen auch sich mit einem Sprung aus dem Fenster zu retten. Auf einem Video ist zu sehen, wie mehrere Menschen an der Außenwand aus großer Höhe hinabklettern - und einer herabstürzt.

Das Feuer brach gegen Mittag (Ortszeit) aus zunächst unbekannter Ursache im neunten Stock aus. Flammen drangen aus der Fensterfront und eine Rauchsäule stieg in den Himmel. Auch die Marine und die Luftwaffe waren dem Sprecher zufolge im Einsatz, um die Flammen zu löschen und Menschen zu retten.

Unter anderem wegen fehlender Brandschutzvorrichtungen sind tödliche Brände in Bangladesch keine Seltenheit - etwa in den Textilfabriken des armen, dicht besiedelten südasiatischen Landes.

Erst im Februar waren mindestens 70 Menschen bei einem Großbrand in der Altstadt der 20-Millionen-Metropole Dhaka ums Leben gekommen. Das Feuer war damals in einer der vielen illegalen Chemiefabriken in der dortigen Marktgegend ausgebrochen.

Update 16.07 Uhr:

Beim Brand eines 19-stöckigen Hochhauses in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 60 Verletzte mussten in Krankenhäusern behandelt werden, wie ein Feuerwehrsprecher am Donnerstag mitteilte. In der Nacht zum Freitag sollte weiter nach möglichen Opfern gesucht werden, die in dem brennenden Gebäude eingeschlossen waren.


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