Kündigt Bank-Filiale gezielt Flüchtlingen die Konten?

Mehreren Flüchtlingen wurden in einer Commerzbank-Filiale die Konten gekündigt (Symbolfoto).
Mehreren Flüchtlingen wurden in einer Commerzbank-Filiale die Konten gekündigt (Symbolfoto).  © DPA

Luckenwalde – Eigentümliche Vorgänge in der Commerzbank-Filiale in Luckenwalde. Dort sollen in den vergangenen Wochen mindestens 20 Flüchtlingen die Konten gekündigt worden sein.

Wie die B.Z. berichtet, haben sie kurz nach ihrer Kontoeröffnung Kündigungsschreiben bekommen. Dabei hätten sie keine Schulden gehabt und alle Kontogebühren gezahlt.

Ein Syrer berichtet in der B.Z, dass er mit dem Kündigungsschreiben in die Filiale gegangen sei und nach dem Grund gefragt hätte. Ein Mitarbeiter habe dann gesagt, dass es ihm sehr leid tue, aber er da nichts machen könnte. Das sei eine "politische Entscheidung" von "ganz oben" gewesen.

Offiziell hält sich das Unternehmen auf Anfrage der Zeitung bedeckt: "Es gibt ein Bankgeheimnis. Und wir dürfen ohne Angabe von Gründen kündigen. Wir müssen uns laut Vertrag nicht rechtfertigen."

Die Syrer bekamen neue Konten bei der örtlichen Sparkasse. Allein in dieser Filiale in Luckenwalde hätten in den vergangenen Monaten mindestens 20 Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien und dem Irak ein Konto eröffnet, nachdem sie bei der Commerzbank gekündigt worden waren.


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