Bank lässt Rentnerin auf Flut-Rechnung sitzen!

Nachdem sie den Zuwendungsbescheid der Aufbaubank erhalten hatte, löste Ursula Schwabe die Bauaufträge für die Schutzmauer aus.
Nachdem sie den Zuwendungsbescheid der Aufbaubank erhalten hatte, löste Ursula Schwabe die Bauaufträge für die Schutzmauer aus.

Rodewisch - Ihr ganzes Leben lang musste sich Ursula Schwabe (73) nicht ein einziges Mal verschulden. Bis das Flutopfer Geschäfte mit der Sächsischen Aufbaubank (SAB) machte. Die schickte ihr erst einen Förderbescheid, zog ihn dann aber wieder zurück - nachdem die Mauer schon aufgebaut worden war.

Beim Juni-Hochwasser 2013 musste Ursula Schwabe evakuiert werden - die Göltzsch hatte die Schutzmauer auf ihrem Grundstück weggerissen.

Damit die Mauer wieder aufgebaut werden kann, sagte die SAB knapp 40.000 Euro unter Auflagen zu. Die Auflagen erfüllte Frau Schwabe - und ließ die Mauer aufbauen. Doch im November erhielt sie den Rückzieher von der Bank, in dem die Auflagen etwas umformuliert wurden.

Frau Schwabe sollte sich an die Landestalsperrenverwaltung wenden - doch die will auch nicht zuständig sein.

Doch nachdem die Mauer stand, wollte die Bank nicht mehr zahlen. Frau Schwabe steht jetzt mit 30 000 Euro in der Kreide.
Doch nachdem die Mauer stand, wollte die Bank nicht mehr zahlen. Frau Schwabe steht jetzt mit 30 000 Euro in der Kreide.

Ursula Schwabe: „Jetzt steht mir die Baufirma auf den Füßen und will 30.000 Euro von mir. Ich kann nicht mehr schlafen.“ Inzwischen ist der „Fall Schwabe“ beim Wiederaufbaustab des Freistaates gelandet.

Sprecher Frank Meier: „Wir sehen ganz klar die Notsituation der Frau und haben die Johanniter gebeten, sich dieses Härtefalles anzunehmen.“ Ihr wird wohl vorerst ein zinsloses Darlehen angeboten.

Ob es sich bei dem Gebaren der SAB um einen „Bankirrtum zu deinen Ungunsten“ handelt, werden wohl Gerichte entscheiden müssen.

Fotos: Silke Keller-Thoß


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