Drei Überfälle und versuchter Mord: Bankräuber (71) setzt "Show" vor Gericht fort

Hamburg - Das Ende naht! Fast sechs Stunden sind ihm für seine letzten Worte als Angeklagter im Prozess um drei Banküberfälle und einen versuchten Mord noch nicht genug.

Der Bankräuber inszeniert sich vor den Medien.
Der Bankräuber inszeniert sich vor den Medien.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Am Montag (9 Uhr) will der 71 Jahre alte Norddeutsche seine Ausführungen vor dem Landgericht Hamburg fortsetzen.

Angeklagte haben vor der Verkündung des Urteils das Recht, nicht die Pflicht, auf das letzte Wort. Das ist in der Strafprozessordnung so verankert. Wird es ihnen nicht gewährt, kann das ein Revisionsgrund sein.

Im ersten Teil seines letzten Wortes hatte sich der Bankräuber erneut freimütig zu seinen zwischen Ende 2011 und Anfang 2019 ausgeführten Taten bekannt und sie gerechtfertigt.

Bei einer der Taten schoss der zuletzt in Kiel wohnende Deutsche auf einen Bankmitarbeiter und verletzte ihn schwer im Bauchbereich, eine Tötungsabsicht aber bestritt der 71-Jährige. Bei seinen Überfällen hatte er rund 25.000 Euro erbeutet.

Der Staatsanwalt hat eine Haftstrafe von zwölf Jahren und zehn Monaten gefordert und zudem Sicherungsverwahrung für den mehrfach vorbestraften Senior beantragt. Der Verteidiger stellte keine konkrete Strafforderung.

Der Angeklagte gestikuliert im Gerichtssaal.
Der Angeklagte gestikuliert im Gerichtssaal.  © Daniel Bockwoldt/dpa

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