Bares für Rares nachdenklich: Erinnerungen wertvoller als Geld!

Köln - Ein Schmuckstück mit einer fast unendlichen Geschichte ging jetzt bei "Bares für Rares" über den Händlertisch. Für die Geschichten verantwortlich war unter anderem Besitzerin Inge Trapp. Sie kam mit ihrer Schwiegertochter zur ZDF-Show.

Die Verkäuferin mit ihrer Schwiegertochter bei "Bares für Rares".
Die Verkäuferin mit ihrer Schwiegertochter bei "Bares für Rares".  © ZDF/Bares für Rares/screenshot

"Das ist doch ein Bettel-Armband, wenn da so viel Gedöns dran hängt", sagte Moderator Horst Lichter leicht herablassend zu Beginn.

Doch an dem Schmuckstück hingen mindestens so viele wertvolle Gegenstände wie Geschichten. Kein Wunder, denn die Besitzerin hat das Schmuckstück seit den 50er Jahren.

Sie arbeitete nach eigenen Angaben als eine der ersten Flugbegleiterinnen für Lufthansa, lebte früher mal in Argentinien und hat somit viel erlebt und gesehen.

Und so kaufte sie auch all die Stücke am Armband zusammen. An der Kette hingen unter anderem ein Teekessel, eine Kuckucksuhr, eine Meeresschnecke, dann ein Liebesbrief, eine schmucke Feigenhand.

"Es gibt ganz viele interessante Anhänger" so die Expertin bei "Bares für Rares" über die Kette.

Und das Wichtigste: Sämtliche Anhänger hatten für die Besitzerin eine eigene Geschichte. Ein Backfisch stamme von ihrer Mutter, andere Teile habe sie auf der ganzen Welt erstanden.

Fast alles besteht aus Gold. Das Armband selbst sei ebenfalls aus massiven Gold und ist laut Expertin solide gefertigt.

Die Besitzerin wog nicht ihre Geschichten und Erinnerungen auf, sondern wollte 1000 Euro für den Goldwert.

"Ihre Erinnerungen sind unbezahlbar, die kann ich nicht aufwiegen", sagte die Expertin. Doch der Goldpreis und die Schmuckstücke zusammen könnten wohl auf 1300 Euro kommen, hoffte sie.

"Das ist okay. Damit möchten wir uns etwas Wunderschönes leisten", verriet die Besitzerin.

Horst Lichter war davon ganz angetan und wurde philosophisch. "Das ist das Wichtigste. Man muss sich zwischendurch was gönnen und so viele Erinnerungen wie möglich schaffen im Leben - denn Gegenstände können das selten ersetzen."

Was bringt das "Bettelarmband"

"Bares-für-Rares"-Händlerin Susanne Steiger ließ es beim Bieten mal richtig krachen: "Ich starte mit 1200". Eine Frau, ein Wort!

Doch Händler Julian Schmitz-Avila legte noch ein paar Scheine drauf und bot 1450 Euro für das Armband. Dafür erhielt er den Zuschlag für die Armkette samt all der Erinnerungen. Doch die sind bekanntlich unbezahlbar - auch bei "Bares für Rares".

Horst Lichter ärgerte sich am Ende, nicht mehr Zeit für die nette Dame gehabt zu haben. Er hätte sich gerne die unzähligen Geschichten zu der Kette angehört.

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