Bares für Rares: Ihr glaubt nicht, was diese Glotz-Kuh einbringt!

Köln - Keine Sorge,Du befindest dich nicht in der Mitte eines apokalyptischen Traums mit kuriosen Tiergestalten. Die glotzende Keramik-Kuh kam bei "Bares für Rares" unter den Händler-Hammer! Warnung: Das Expressionisten-Tier glotzt trotzdem die ganze Zeit...

Diese Kuh sorgte bei Bares für Rares für viel Aufsehen.
Diese Kuh sorgte bei Bares für Rares für viel Aufsehen.  © ZDF / Bares für Rares

Wir versuchen Dir jetzt trotz Glotz-Effekt die wichtigsten Fakten dieser Kuh nahezubringen.

Erster Fakt: Die Keramik-Kuh mit den Glotz-Augen hat eine Heimat. Sie kommt laut Expertenschätzung von "Bares für Rares" aus der Majolika-Manufaktur in Karlsruhe. Das ist also Kunst, kann nicht weg!

Das hatte "Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter zunächst bei der Präsentation der Kuh vermutet. Doch Experte Detlef Kümmel klärte Horst Lichter auf.

Denn zum Beweis trägt die Kuh ein "MM" aus der Manufaktur auf der Unterseite. Und sie wurde wohl vom Meister Ludwig König bei Majolika gefertigt, denn sie trägt zusätzlich noch ein "LK".

Der Majolika-Meister leitete laut "Bares für Rares"-Experten das Manufaktur-Atelier von 1922 bis etwa Ende der 1920er Jahre.

Aus dieser Zeit dürfte daher auch die irrwitzig dreinblickende Kuh stammen. Jedem Hobby-Kunstexperten fällt auf: Es handelt sich nicht um das perfekte Abbild einer Milchkuh.

Vielmehr hat der Keramik-Künstler eine Expressionisten-Kuh geschaffen und ihr definitiv einen modernen Anstrich verpasst.

Wer bislang die Deutsche Rotbunte (eine Kuh) kannte, sieht jetzt nur die Weiß-Türkise! Vorsicht bei den Augen: Sie sind hohl und ziehen jeden Betrachter in ihren Bann!

Kann die Kuh die Händler bei Bares für Rares überzeugen?

Horst Lichter (Mitte) hört sich die Expertise für die Kuh an.
Horst Lichter (Mitte) hört sich die Expertise für die Kuh an.

Der Experte Detlef Kümmel guckt der Kuh nicht nur in die Glotz-Augen, sondern schaut sich auch den kompletten Keramik-Rest des Tieres an.

Sein Befund ist erfreulich: Die Weiß-Türkise hat einen tadellosen Zustand. Das dürfte auch die Händler freuen. Nur Horst Lichter ist von dem Kunst-Vieh nicht angetan, hält sie für etwas "hohl".

Doch der Experte widerspricht. Das Kuh-Exponat sei bei "Bares für Rares" gut aufgehoben. Die hohlen Augen und die hohlen Hufe sollten der Kuh eine gewisse Leichtigkeit verleihen, so seine Erklärung.

400 Euro bis 450 Euro sei die Glotz-Keramik-Kuh sicherlich wert, so seine Schätzung.

Immerhin: Die Händler mochten das liegende Vieh auf Anhieb, Händler Fabian Kahl legte gleich mit 200 Euro los. Doch auch Walter Lehnertz mochte die Kuh und machte 250 Euro für sein Gebot locker.

Aber wenn zwei bieten, freut sich häufig die Dritte. So auch bei der Glotz-Kuh: Fabian Kahl überbot mit 500 Euro sogar die Expertenschätzung, doch am Ende zog Susanne Steiger noch mehr Scheine aus der Tasche.

Sie legte 600 Euro für die Keramik-Kuh aus der Majolika-Manufaktur in Karlsruhe auf den Tisch! Jetzt kann sie der Kuh ganz lange in ihre tiefen hohlen Augen gucken...

Titelfoto: ZDF / Bares für Rares

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