Horst Lichter: Darum hat mich mein Manager vor Bares für Rares gewarnt!

Köln - Trödel, Expertisen und hohe Preise. Die Sendung "Bares für Rares" hat den Zuschauer erobert wie kaum eine andere Show im TV. Grund dafür ist sicher das Konzept, aber auch ihr Moderator Horst Lichter (56). Doch der verriet, dass es fast diese Sendung mit ihm nicht gegeben hätte.

Horst Lichter (56) landete mit "Bares für Rares" einen Glücksgriff.
Horst Lichter (56) landete mit "Bares für Rares" einen Glücksgriff.

Aus dem deutschen TV ist diese Sendung nicht mehr wegzudenken. "Bares für Rares" im ZDF (15.05 Uhr) knackte in diesem Jahr alle Rekorde. Um die drei Millionen Menschen schalten am Nachmittag ein, wenn Trödel bewertet, geschätzt und verkauft wird.

Offensichtlich begeistern sich die Deutschen für Trödel und Antiquitäten und deren Geschichte dahinter.

Aber auch ein Grund für den Erfolg des Quoten-Krachers im Öffentlich-rechtlichen ist der Moderator der Sendung. Horst Lichter ist seit Stunde Null dabei, führt in seiner gewohnt lässigen Art durch die klugen Expertisen und harten Preisverhandlungen.

Eigentlich ist der Mann jedoch Koch. Und wie die Frohnatur inzwischen auch verriet, hätte es das Format mit ihm fast nicht gegeben. Nämlich, hätte er auf seinen Manager gehört!


Die Quoten von "Bares für Rares" sind weit über allen Erwartungen.
Die Quoten von "Bares für Rares" sind weit über allen Erwartungen.

2013 ging Bares für Rares auf Sendung. Erst testweise auf ZDFneo, dann später auf dem Hauptsender. Horst Lichter erinnerte sich in einer NDR-Talkrunde an die Zeit der Entstehung.

"Ich vergesse nie den Anruf. Der junge Mann hieß Oliver. Er rief mich an und sagte: 'Pass mal auf, Horst! Ich war gestern unter der Dusche und habe an dich gedacht. Ich habe da eine Idee für eine Sendung.'"

Lichter damals ganz verwirrt: "Unter der Dusche? Du weißt schon, ich bin im ZDF, mach jetzt keinen Blödsinn."

Doch der Redakteur erzählte Horst am Telefon von seinem Geistesblitz. Und Horst war begeistert, sagte direkt zu.

Angetan war aber erstmal nur Horst selbst. Denn als Lichter seinem Management von dem Anruf und dem Konzept erzählte, wurde denen ganz anders.

"Sag mal Alter, bist du wahnsinnig? Du bist Koch, du bist bei 'Lafer! Lichter! Lecker!'". Und weiter: "Du bist Koch und kein Trödelonkel." Doch Lichter ließ sich davon nicht beirren. Sagte dem Experiment zu und verwies seinen Manager darauf, dass er nur ein paar erste Aufnahmen mache und dann gut.

Was aus den ersten Aufnahmen wurde, ist heute bekannt. Die Sendung schlug ein wie eine Bombe und ist Lichter auf den Leib geschrieben! Denn um ehrlich zu sein, Lichter ist genau das: ein herrlich unterhaltsamer Trödelonkel. Das war er sogar schon als Koch. Sein erstes Restaurant zum Beispiel hieß "Oldiethek". "Das glich einem Museum", erinnert sich Lichter. Außerdem ist Lichter Fan von alten Motorrädern und Autos, fährt selbst gern Oldtimer.

Und so hat der sympathische Koch doch noch zu seiner Berufung gefunden. Die Sendung "Bares für Rares" läuft inzwischen häufiger als jede Kochshow, bei der er mitgemacht hat. Seit 2013 kommt die Trödelshow unentwegt im TV. Inzwischen läuft schon die achte Staffel.

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Horst Lichter (56) mit seiner Frau Nada (46)
Horst Lichter (56) mit seiner Frau Nada (46)

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