Das hatte keiner erwartet! Sensations-Fund mit Weitblick bei Bares für Rares

Mainz - Eine Fern-Seh-Sensation! Denn damit hatte Horst Lichter (56) nicht gerechnet. Und die Zuschauer erst recht nicht. Als den TV-Experten der Trödelshow ein Fernglas gezeigt wurde, ahnte keiner, was für einen Wert dieses Teil hat.

Horst Lichter (56) staunte über ein Fernglas. "Das war mein Kindheitswunsch"
Horst Lichter (56) staunte über ein Fernglas. "Das war mein Kindheitswunsch"

Begeistert war der beliebte Moderator mit dem gezwirbelten Schnurrbart schon von Beginn an, als er das Teil sah. "Ein Kindheitstraum", sagt Horst Lichter voller Freude. Das große Fernglas, das zwar sehr alt ist, aber trotzdem gut erhalten scheint, wirkt monströs.

Josef Wiedenmann hatte das Gerät mit in die TV-Show gebracht. Er wurde von seiner Nachbarin dazu beauftragt. Die hatte das Fernglas von ihrem Opa geerbt.

Experte Sven Deutschmanek (41) bekam sofort große Augen! Das Fernglas, auf einem Stativ stehend, machte Eindruck auf den gelernten KfZ-Mechaniker, der schon seit Mitte der 90er Jahre seine Leidenschaft für Antiquitäten entdeckte. Seine Fachbereiche sind Spielzeug, mechanische Raritäten und Designklassiker.

Der TV-Experte erkennt sofort die Besonderheit des Fernglases. Es stammt aus dem Jahr 1914, also dem Ersten Weltkrieg. "Das ist ein sogenanntes Beobachtungsfernglas. Das ist etwas ganz, ganz Besonderes", so Deutschmanek. Auch der Hersteller spricht für sich: Carl Zeiss, ein Name, der bei Sammlern Glücksgefühle auslöst.

"Sehr schön ist, dass wir die Original-Objektivdeckel haben. Das Holzstativ ist auch absolut zeitauthentisch. Die Transporttasche genauso wie die Box", so Sven Deutschmanek. Und er setzte einen drauf: "Es ist das allerbeste, was du an optischen Ferngläsern kaufen kannst."

Als der Experte dann den Schätzpreis nannte, staunte Lichter nicht schlecht: "5000 Euro sollte dieses Fernglas Minimum bringen", so Deutschmanek. Lichter darauf: "Leck mich de Söck!"

Doch was halten die Händler von der Rarität?

Händler Fabian (re) schlägt zu und gibt Anbieter Josef Wiedenmann die vereinbarte Summe. Wichtig: passend!
Händler Fabian (re) schlägt zu und gibt Anbieter Josef Wiedenmann die vereinbarte Summe. Wichtig: passend!

Der Schätzpreis ist das eine. Doch verkauft ist es damit noch nicht. Also mit der Händlerkarte ab in den Händlerraum. Dort wagt Fabian Kahl, der Antiquitätenhändler aus Leipzig, einen Blick durch das Fernglas. Seine Prognose: "Oh, das ist teuer!"

So richtig in Fahrt gerät das Bietergefecht aber nicht. Als die Händler dann den Schätzwert von 5000 Euro hören, schlucken die erstmal. "Krasser Scheiß", sagt Fabian.

Um den netten Mann nicht im Regen stehen zu lassen, eilt Horst Lichter herbei und hilft bei der "Versteigerung". "Mir ging es genauso, bis die Expertise losging", so Lichter zu den Händlern. "Das Teil ist so hyper-highend, damit siehste heute schon, wer morgen kommt", witzelt Lichter.

Und siehe da, Händler Julian Schmitz-Avila schlägt zu. 4000 Euro bietet er für das sensationelle Fernglas. Darauf geht Josef Wiedenmann natürlich ein. "Ich hoffe, dass meine Nachbarin zufrieden ist." Davon ist wohl auszugehen.

Das Händler-Team in der beliebten TV-Show "Bares für Rares" im ZDF.
Das Händler-Team in der beliebten TV-Show "Bares für Rares" im ZDF.  © ZDF

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