Mutter macht DNA-Test mit Tochter und findet heraus, dass es gar nicht ihre ist

Barranco (Peru) - Sie war von Anfang an misstrauisch: Eine junge Mutter (17) aus der Stadt Barranco in Peru hatte bereits nach der Geburt gesehen, wie eine Hebamme im Badezimmer unsicher auf zwei Erkennungsarmbänder starrte, die für zwei Neugeborene ausgegeben waren. Das Gefühl der 17-Jährigen, deren Name nicht veröffentlicht wurde, täuschte diese nicht, berichtet die "SUN".

Dank eines DNA-Tests kam die Wahrheit ans Licht.
Dank eines DNA-Tests kam die Wahrheit ans Licht.  © Boris Roessler/dpa

Wenige Wochen nach der Geburt ihrer Tochter im Februar, machte die Teenagerin einen DNA-Test, um herauszufinden, ob die Kinder eventuell wirklich vertauscht wurden. Das Ergebnis bestätigte ihre schlimmsten Befürchtungen: Das Baby, dass sie seit Wochen pflegte, war nicht das ihre.

Die Jugendliche und ihre Familie begannen deshalb vor dem Krankenhaus, in dem sie ihr Kind auf die Welt gebracht hatte, zu protestieren und forderte das richtige Kind zurück. Ihre Anschuldigungen wurden ernst genommen und die Leitung reagierte.

Mittlerweile sind die Mädchen bei ihren echten Müttern, berichten örtliche Medien. Bevor es soweit war, kümmerten sich beide Frauen weiter um das jeweils "falsche" Kind.

Gegenüber dem lokalen Fernsehen sagte die 17-Jährige: "Es gab Freude, aber auch große Traurigkeit... Ich nahm sie mit zu mir nach Hause, weil ich dachte, es wäre mein Baby und ich passte auf sie auf, als wäre sie meine Tochter, aber sie war es nicht, mein Baby wurde woanders hingebracht."

Die andere Mutter, Rita Fernandez, zeigte sich ebenfalls mit gemischten Gefühlen

Ohne DNA-Test wären die Kinder wohl für immer vertauscht geblieben.
Ohne DNA-Test wären die Kinder wohl für immer vertauscht geblieben.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Die eigentliche Mutter der "falschen" Tochter äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall und gab ihren Namen preis. Rita Fernandez erzählte, dass sie ebenso gemischte Gefühle hatte, wie die andere Mutter. Sie habe sich aber genauso um das Kind gekümmert, das sie für ihre Tochter gehalten hatte und damit auch weitergemacht, bis der Tausch vollzogen wurde.

Der Direktor des Krankenhauses, Richard Solano, schaltete sich ebenfalls ein und meldete den Fall den Staatsanwälten. Das Gesundheitsministerium erklärte daraufhin in einer Presseerklärung, dass die Mütter und die Babys einen weiteren DNA-Test durchlaufen würden. In der Presseerklärung hieß es: "Die Kosten für die Tests werden von der Gesundheitsabteilung bezahlt."

Der stellvertretende Minister der Abteilung für öffentliche Gesundheit, Neptali Santillan, sagte, dass sie versuchten, die Familien zu beruhigen, gab jedoch zu, dass die Möglichkeit bestehe, dass die Babys im Krankenhaus vertauscht wurden. "Wir möchten, dass jedes Mädchen bei den Eltern ist, zu denen es gehört", so Santillan.

Zumindest in diesem Fall ist dies mittlerweile geschehen.

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