Barrierefreiheit während Corona – Kein Stopp für Treppenlifte

Deutschland – Die Auswirkungen des seit mehreren Monaten umtreibenden Coronavirus sind nach wie vor spürbar. Obwohl sich die Lage mittlerweile zwar etwas beruhigt hat, sind sowohl in kleineren Gemeinden als auch in größeren Städten täglich Neuinfektionen zu verzeichnen. 

Um die Auswirkungen in Grenzen zu halten, mussten auch in Deutschland viele Branchen und Gewerbe ihren Betrieb drastisch einschränken. Diese Aussicht stellt jedoch nicht nur den Durchschnittsbürger vor Herausforderungen. Menschen mit Pflegebedarf und barrieretechnischen Einschränkungen sind davon ebenfalls betroffen.


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Personen, die im eigenen Haushalt beispielsweise auf Treppenlifte angewiesen sind, können jedoch unbesorgt sein. Die Wartung bzw. Instandhaltung dieser Mobilitätshilfen wird auch in diesen besonderen Zeiten ermöglicht. 

Dieser Service ist allerdings nicht nur auf größere Städte und Regionen der Bundesrepublik eingeschränkt. 

Auch regionale Treppenlift-Anbieter aus Sachsen, Thüringen oder Schleswig-Holstein nehmen sich ebenfalls in kleineren Bundesländern trotz Krise den Bedürfnissen ihrer Kunden an.

Dies betrifft nicht nur die telefonische Beratung. Reparaturen und Instandhaltungen dieser Mobilitätshilfen werden zusätzlich durchgeführt. “Lediglich die Hygienemaßnahmen wurden ausgeweitet, um die notwendige Sicherheit für die Kunden zu gewährleisten”, bestätigt beispielsweise Matthias Korn, Geschäftsführer des Unternehmens TS Treppenlifte. 

Der Handschlag zur Begrüßung fällt somit aus und Mindestabstände sind während des Besuchs notwendig. Dennoch bemühen sich Anbieter, eine möglichst zufriedenstellende Kundenbetreuung anzubieten.

Auch jene Personen, die erst kürzlich auf Barrierefreiheit angewiesen sind, müssen in Corona-Zeiten nicht auf die notwendige Hilfe verzichten. Auf Basis von telefonischen Erstgesprächen kann auch ein Termin für eine erstmalige Montage vereinbart werden. Regelmäßiges Händewaschen steht für Treppenlift-Profis dabei an oberster Stelle. Somit sind Kunden auch während der gesamten Dauer des Einbaus keiner Ansteckungsgefahr ausgesetzt. 

Treppenlifte werden durch Hilfen leistbar

Unter den Umständen dieser Pandemie kann eine solche Anschaffung jedoch zur Herausforderung werden. Wurde Kurzarbeit verordnet oder fällt die Pension nur gering aus, stellen die Kosten eines Treppenlifts eine zur Belastung dar. 

Preise zwischen 4.000 und 20.000 können einige Personen nur schwer auf einmal beschaffen. Damit die Barrierefreiheit im eigenen Haushalt gesichert ist, sind jedoch verschiedene Optionen zur einfacheren Finanzierung möglich.

Ebenso wie bei einem Auto kann sich die Anschaffung eines gebrauchten Treppenliftes durchaus bezahlt machen. In der Regel ist eine Kosteneinsparung von bis zu 25 % möglich. Die Rahmenbedingungen der aktuellen Pandemie werden hier ebenfalls berücksichtigt. Interessenten können die Lifte online bestellen und dennoch vor Ort einbauen lassen.

Reicht auch bei jenen Modellen das eigene Ersparte nicht aus, können sich betroffene Personen entsprechende Finanzhilfen sichern. Durch die Pflegeversicherung der Bundesrepublik Deutschland ist ein Zuschuss von bis zu 4.000 €, für Ehepaare sogar bis zu 8.000 € im Bereich des Möglichen. Die Voraussetzung ist allerdings eine Anerkennung von Pflegegrad 2 oder einer höheren Betreuungsstufe.

Eine zusätzliche Möglichkeit bietet auch die “Kreditanstalt für Wiederaufbau”. Die weltweit größte, nationale Förderbank widmet sich in Form von zinslosen Krediten bzw. nicht rückzahlbaren Zuschüssen auch dem notwendigen Einbau von Treppenliften.

Insgesamt kann bedürftigen Menschen bis zu einer Summe von 6.250 € ausgeholfen werden. Dieses Angebot kann unabhängig vom Alter beansprucht werden. Neben Wohnungseigentümern sind auch Mieter für den Antrag zugelassen.

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