Barrikaden brennen, Polizistin schwer verletzt, Kot an den Wänden: Hambach-Proteste eskalieren

Aachen/Hambach/Kerpen - An den Osterfeiertagen kam es im Hambacher Forst und in Kerpen zu mehreren gewalttätigen Aktionen von Umwelt-Aktivisten gegenüber RWE-Mitarbeitern und der Polizei.

Polizisten im Hambacher Forst im Großeinsatz.
Polizisten im Hambacher Forst im Großeinsatz.  © DPA

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag entdeckte der RWE-Werkschutz zunächst zwei jungen Frauen im verbotenen Bereich der Abbruchkante im Hambacher Forst.

Nachdem die beiden aus dem Bereich gebracht worden waren, soll eine der Frauen aus bislang unbekannten Gründen auf einen RWE-Mitarbieter losgegangen sein. Die 20- Jährige habe den Mann mit mehreren Tritten verletzt.

Die herbeigerufene Polizei nahm beide Frauen daraufhin vorläufig fest und brachte sie auf die Wache in Kerpen. Hier wurde die 20-Jährige erneut gewalttätig und griff nun die Polizeibeamten an.

Sie trat einer Polizistin mehrfach gegen Kopf, die daraufhin stürzte und schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die 20-jährige sitzt seit Samstag in Untersuchungshaft. Ihre Begleiterin wurde nach Feststellung ihrer Identität entlassen.

Ostersonntag und Ostermontag kam es dann im Bereich des Hambacher Forstes laut RWE zu insgesamt drei weiteren Vorfällen, bei denen unter anderem Barrikaden angezündet und RWE-Mitarbeiter mit Steinen beworfen wurden.

In der Nacht von Montag auf Dienstag hatten dann einige Aktivisten offenbar das Amtsgericht in Kerpen im Visier. Sie beschmierten und beschädigten den Eingangsbereich mit Fäkalien und einer anderen breiartigen und klebenden Masse.

Um den Hambacher Forst wird seit langem gestritten. In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu zum Teil gewaltsamen Protesten von Braunkohle-Gegnern gekommen, die eine Rodung des uralten Waldes für den Braunkohletagebau Hambach auf keinen Fall hinnehmen wollen.

Titelfoto: DPA


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