"Bastelei" aus Jugendtagen: Terrorverdächtiger freigesprochen

Die von der Polizei sichergestellte Rohrbombe sei eine "Bastelei aus Jugendtagen" gewesen.
Die von der Polizei sichergestellte Rohrbombe sei eine "Bastelei aus Jugendtagen" gewesen.

Ober­ur­sel – Nachdem ihm vorgeworfen wurde einen Anschlag auf das Radrennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" am 1. Mai 2015 ge­plant zu haben, stand Halil D. vor Gericht (TAG24 berichtete). Jetzt wurde der 38-Jährige freigesprochen, berichtete die FAZ.

In seinem Kel­ler hatte die Polizei eine fer­ti­ge Rohr­bom­be gefunden. Einen möglichen Terroranschlag konnte man ihm jedoch nicht nachweisen. Den Sprengsatz bezeichneten seine Anwälte als eine Art "Bastelei aus Jugendzeiten".

Somit wird er nur wegen des Ver­sto­ßes gegen das Waf­fen- und Spreng­stoff­ge­setz sowie Ur­kun­den­fäl­schung ver­ur­teilt. Wegen Be­lei­di­gung eines Jus­tiz­an­ge­stell­ten kam D. in Psych­ia­trie nach Haina. Doch ein Gut­ach­ten konn­te keine Er­kran­kung fest­stel­len.

Die FAZ berichtet weiter, dass sich der mutmaßliche Attentäter während seiner Haft gegen Gespräche zur Deradikalisierung gesperrt habe.

D. soll zu sei­ner Fa­mi­lie nach Nord­rhein-West­fa­len ge­zo­gen sein. Er steht wei­ter unter Be­ob­ach­tung der Si­cher­heits­be­hör­den.


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