Schweinsteiger sportlich gescheitert! Kommt nun das Karriereende?

Chicago - Bitterer sportlicher Nackenschlag für die deutsche Fußballlegende Bastian Schweinsteiger (35)! In der Major League Soccer kam er mit Chicago Fire nicht über ein 2:2 (0:0) gegen den FC Toronto heraus und verpasste mit seinem Team die Qualifikation für die Playoffs.

Bastian Schweinsteiger ist unumstrittener Stammspieler und Leistungsträger bei Chicago Fire.
Bastian Schweinsteiger ist unumstrittener Stammspieler und Leistungsträger bei Chicago Fire.  © Kamil Krzaczynski/FR136454 AP/dpa

Deshalb steht die Zukunft des Weltmeisters von 2014 in den Sternen. Hängt er noch eine Saison dran oder hört er auf?

Auf diese Frage antwortete Schweinsteiger lachend: "Das fragt ihr mich an einem Tag wie heute! Ich weiß es nicht".

Eine Entscheidung will er erst "in den nächsten Wochen" treffen. Der oft als Innenverteidiger zum Einsatz kommende Leader demonstrierte in der laufenden Saison mehrfach seine Klasse und spielte erst vor wenigen Wochen gegen Montreal Impact groß auf (TAG24 berichtete).

Dennoch gibt es aus rein sportlicher Sicht betrachtet wenig Argumente, die den 121-fachen Nationalspieler zum Weitermachen bewegen könnten.

Sein Team ist bestenfalls MLS-Durchschnitt. In der Eastern Conference wurde Chicago lediglich Achter - und es gibt in dieser Staffel nur zwölf Mannschaften!

Fire holte 39 Punkte aus 33 Spielen und hat ein Torverhältnis von 50:45. 2018 lief es sogar noch schlechter. Damals wurde Chicago nur Zehnter von elf Mannschaften, kassierte satte 61 Gegentreffer und holte in 32 Spielen lediglich 34 Punkte.

Bastian Schweinsteiger erreichte mit Chicago Fire letztmals 2017 die MLS-Playoffs

Ein müder und enttäuschter Bastian Schweinsteiger winkt nach dem Unentschieden gegen Toronto den Fans von Chicago Fire zu.
Ein müder und enttäuschter Bastian Schweinsteiger winkt nach dem Unentschieden gegen Toronto den Fans von Chicago Fire zu.  © imago images / AAP

In die Playoffs schaffte es Fire mit Schweinsteiger letztmals 2017. Dort verlor man im ersten Match gegen die New York Red Bulls sang- und klanglos mit 0:4 und schied direkt aus.

Offensichtlich wird in den vergangenen Jahren: Die Qualität von Schweinsteiger, der seine Mitspieler dirigiert und immer vorangeht, hat kein anderer im Kader.

Er spielt stattdessen an der Seite des ehemaligen Zweitliga-Profis Kenneth Kronholm (Holstein Kiel) oder dem gebürtigen Deutschen Fabian Hebers, der gegen Toronto sogar ein Tor erzielte.

Das sind grundsolide Spieler. Doch mit dem FC Bayern München oder Manchester United ist sein aktuelles Team qualitativ nicht ansatzweise zu vergleichen.

Schweinsteiger sagte nach dem Spiel weiter: "Wir sind sehr enttäuscht, dass wir uns nicht für die Playoffs qualifiziert haben" und bemängelte außerdem, dass die vielen Torchancen nicht genutzt wurden.

Dennoch blickt er positiv voraus: "Die Stadt hat großes Potenzial". Schließlich entwickelt sich unter dem alleinigen Eigentümer Joe Mansueto einiges zum Positiven. So spielt Chicago in der kommenden Saison wieder im deutlich größeren Soldier Field. Vielleicht ja wieder mit der lebenden Legende.

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