Bastian Schweinsteiger verkündet Karriereende! Geht's jetzt zum DFB!?

Dortmund - Am Rande der Pressekonferenz vor dem Test der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Argentinien am Mittwoch sprach Joachim Löw (59) unter anderem auch über Bastian Schweinsteiger und hielt dem Weltmeister von 2014 alle Türen beim DFB offen. Wenig später bestätigte der 35-Jährige sein Karriereende!

Ex-Münchner Bastian Schweinsteiger hat mit Chicago Fire den Einzug in die Playoffs der MLS verpasst. Nun steht sein Karriere-Ende im Raum.
Ex-Münchner Bastian Schweinsteiger hat mit Chicago Fire den Einzug in die Playoffs der MLS verpasst. Nun steht sein Karriere-Ende im Raum.  © Angel Marchini/ZUMA Wire/dpa

"Liebe Fans, nun ist die Zeit gekommen: ich werde meine aktive Karriere zum Ende dieser Saison beenden. Ich danke Euch und meinen Mannschaften @fcbayern, @manchesterunited, @chicagofire und @dfb_team - Ihr habt mir diese für mich so unglaubliche Zeit ermöglicht! Und natürlich danke ich meiner Frau @anaivanovic und meiner Familie für ihre Unterstützung. Mein Abschied als aktiver Spieler stimmt mich ein bisschen wehmütig, aber freue mich auch auf die spannenden Aufgaben, die mich bald erwarten. Dem Fußball werde ich treu bleiben. 1000 Dank für die gemeinsame Zeit, ich werde Euch immer im Herzen tragen! Euer Basti", hieß es auf Instagram von Schweinsteiger.

Löw würdigte seinen früheren Kapitän Bastian Schweinsteiger in den höchsten Tönen. Zugleich bot der Bundestrainer dem 35 Jahre alten Weltmeister von 2014 am Dienstag jederzeit eine Rückkehr zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft etwa als Trainer-Praktikant an. "Für ihn haben wir immer einen Platz bei uns", erklärte Löw.

"Ich weiß nicht, was Bastian für Pläne hat und weiß auch noch nicht definitiv, ob er seine Karriere beendet. Es ist gut möglich", sagte der Bundestrainer noch am Nachmittag. Später verkündete "Schweine" sein Aus selbst. Der 121-malige Nationalspieler und langjährige FC-Bayern-Star Schweinsteiger verpasste mit Chicago Fire in der nordamerikanischen Profiliga gerade den Einzug in die MLS-Playoffs.

"Wenn der Basti aufhört, wird eine Persönlichkeit gehen, wie sie der deutsche Fußball nicht oft erlebt hat. Er war einer der größten Spieler, die Deutschland hatte", schwärmte Löw von Schweinsteiger, der vor drei Jahren seine DFB-Karriere beendete.

Löw erinnerte auch an das größte Spiel von Schweinsteiger, das mit 1:0 nach Verlängerung gewonnene WM-Finale 2014 in Rio gegen Argentinien. "Jedem von uns ist ein Bild von seiner Karriere im Kopf, das Finale in Maracanã 2014. Er ist blutüberströmt, steht immer wieder auf, kämpft bis zum Umfallen."

Ist für Schweinsteiger eine Rückkehr überhaupt geplant

Seit 2016 glücklich verheiratet: Ana Ivanovic und Bastian Schweinsteiger.
Seit 2016 glücklich verheiratet: Ana Ivanovic und Bastian Schweinsteiger.  © Jens Kalaene/ZB/dpa

"Den Siegeswillen von ihm konnte man jeder Aktion anmerken. Er war ein großer Spieler, er war auch eine große Persönlichkeit. So kenne ich ihn, immer offen, immer ehrlich, immer empathisch gegenüber den Fans", Löw weiter.

In den Trainerstäben des DFB bestehe für Ex-Nationalspieler immer die Möglichkeit "zur Hospitation oder zum Reinschnuppern", erklärte Löw. Jeder Spieler, der das Ziel habe, mal Trainer zu werden, sei natürlich immer willkommen, erklärte Löw: "Bastian sowieso." Bei der WM 2018 gehörte der 2014-Weltmeister Miroslav Klose zu Löws Stab.

Ob seine Ana jedoch Chicago den Rücken kehren und nach Deutschland zurückkommen will, ist sicherlich eine andere Frage. Erst kürzlich haben er und die ehemalige Tennis-Spielerin Ana Ivanovic ihr zweites Kind begrüßen dürfen. Nach der Hochzeit 2016 in Venedig haben die Schweinsteigers im März 2018 sowie im August 2019 je einen Sohn bekommen.

Der Lebensmittelpunkt ist für die noch junge Familie momentan voll auf Chicago ausgerichtet. Ob ihr Gatte letztlich tatsächlich nach Europa zurückkehrt, wird mit Sicherheit auch mit an der 31-Jährigen liegen.

Angesprochen auf Bastian Schweinsteiger, geriet der Bundestrainer ins Schwärmen.
Angesprochen auf Bastian Schweinsteiger, geriet der Bundestrainer ins Schwärmen.  © Federico Gambarini/dpa

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