Das sind die neuen Pläne für die Neustadt

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (38, Grüne).
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (38, Grüne).

Von Dirk Hein

Dresden - Etwas mehr als einen Monat im Amt, hat Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (38, Grüne) mit den gerade vorgestellten Plänen zur Entwicklung der Inneren Neustadt seinen ersten harten Brocken Arbeit vor sich. So will der Baubürgermeister die Neustadt umbauen .

Rund um die Augustusbrücke sollen repräsentative Bauwerke bis an die Elbwiesen heranreichen. Sowohl Albertstraße als auch Große Meißner Straße sollen verkleinert und eng bebaut werden.

Dem langgezogenen Neubaublock an der Sarrasanistraße droht der Abriss: Der so genannte Rahmenplan Innere Neustadt sorgt für reichlich Aufregung.

Schmidt-Lamontain hält an diesen grundsätzlichen Überlegungen fest, tritt jetzt aber auf die Bremse. „Ein Rahmenplan schreibt nichts fest, es geht um langfristige Pläne. Beim Rückbau des Neubaublockes reden wir von einer Vision irgendwann in zwanzig Jahren oder später.“

Schmidt-Lamontain weiter: „Etwa alle zwanzig Jahre muss ein Eigentümer ohnehin entscheiden, ein Gebäude zu modernisieren oder, falls das nicht wirtschaftlich ist, es abzureißen und neu zu bauen.“ Geschieht das, sollte der Neubau dann bis vor an die verkleinerte Albertstraße reichen, die dann eine normale Stadtstraße würde.

Auch den Neustädter Markt will der erste Grüne Baubürgermeister mittelfristig umplanen. „Zurzeit franst der Platz Richtung Elbe aus, er wird kaum richtig wahrgenommen.“

Der Plan der Stadt: Eine geschlossene Bebauung links und rechts der Augustusbrücke. „Der Neustädter Markt soll nach den historischen Vorbildern wieder ein kompakter Platz werden.“

Im Ausschuss wurde der Plan bei heftigen Gegenwind dennoch vertagt. Schmidt-Lamontain will deshalb leicht nachbessern.

Statt die Pläne als Basis für das weitere Handeln zu beschließen, sollen sie lediglich Grundlage für öffentliche Diskussionen werden.

Der Neustädter Markt soll sich allmählich wieder der historischen Bebauung annähern.
Der Neustädter Markt soll sich allmählich wieder der historischen Bebauung annähern.
So stellt sich die Stadt aktuell die Bebauung links und rechts der Augustusbrücke vor.
So stellt sich die Stadt aktuell die Bebauung links und rechts der Augustusbrücke vor.
Der Neustädter Markt soll endlich ein zentraler und vor allem auch deutlich wahrnehmbarer Platz werden.
Der Neustädter Markt soll endlich ein zentraler und vor allem auch deutlich wahrnehmbarer Platz werden.

Fotos: Holm Helis, Ove Landgraf, GHND/Arte4D, Jürgen-Michael Schulter


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