Bauarbeiter bei Arbeitsunfall von Mauer erschlagen

Notarzt und Rettungsmanschaft konnten den Arbeiter am Unfallort nur noch tot bergen.
Notarzt und Rettungsmanschaft konnten den Arbeiter am Unfallort nur noch tot bergen.

Von Alexander Bischoff

Leipzig - Schlimmer Unfall im Gewerbegebiet Leipzig-Rückmarsdorf: Bei Arbeiten am Neubau des Dänischen Bettenlagers stürzte am Mittwochvormittag eine große Wand ein. Ein Bauarbeiter (46) wurde von den Trümmern erschlagen.

Es geschah gegen 10.45 Uhr, als nach einer Vibration die gerade erst hoch gezogene Rückwand des Markt-Neubaus plötzlich auf einer Länge von 20 Metern einstürzte. Tonnenweise Gasbetonsteine fielen krachend auf den Fußweg und die Fahrbahn der Miltitzer Straße.

Tragisch: "Einer der Arbeiter hatte sich zum Unglückszeitpunkt unmittelbar vor der etwa fünf Meter hohen Mauer aufgehalten - er wurde verschüttet", berichtete Polizei-Sprecherin Birgit Höhn.

In Leipzig-Rückmarsdorf passierte der Unfall bei Arbeiten am Neubau des Dänischen Bettenlagers.
In Leipzig-Rückmarsdorf passierte der Unfall bei Arbeiten am Neubau des Dänischen Bettenlagers.

Zwar zogen andere Arbeiter den Kollegen gemeinsam mit den ersten eintreffenden Rettungskräften aus den Trümmern, doch für den 46-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Er war bereits an seinen schweren Verletzungen verstorben.

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, versuchen jetzt Kriminalisten und Baustatiker zu ermitteln. Fest steht: Unmittelbar vor dem Unfall waren drei Arbeiter in dem Erweiterungsbau des bekannten Bettenmarktes dabei, den Boden zu verdichten.

"Dazu nutzten sie eine Rüttelplatte", so Polizei-Sprecherin Höhn. Möglicherweise führten die dabei ausgelösten Erschütterungen zum Einsturz der Mauer.

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist bisher nicht abschließend geklärt.
Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist bisher nicht abschließend geklärt.
20 Meter lang und fünf Meter hoch war die Wand vor dem Einsturz.
20 Meter lang und fünf Meter hoch war die Wand vor dem Einsturz.

Fotos: Ralf Seegers (4)


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