Baumblütenfest beginnt mit Sonnenschein, vollen Zügen und mehreren Strafanzeigen

Werder/Havel - Traumhaftes Wetter, volle Züge und dutzende Strafanzeigen: Das 139. Baumblütenfest in Werder (Potsdam-Mittelmark) hat der Bundespolizei am Startwochenende viel Arbeit beschert.

Zahlreiche Besucher feiern das Baumblütenfest.
Zahlreiche Besucher feiern das Baumblütenfest.  © Maurizio Gambarini/dpa

Mehr als 40 Strafanzeigen mussten am Samstag bis in den Abend hinein eingeleitet und mehr als 200 Platzverweise ausgesprochen werden, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag auf dpa-Anfrage sagte. "Es war ein arbeitsreicher Tag."

Bis zum Samstagnachmittag war es demnach bei der Anreise noch ruhig geblieben.

Unter den Strafanzeigen seien 13 wegen Körperverletzung - etwa durch Rangeleien, hieß es. Zudem habe es Beleidigungen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz gegeben.

"Natürlich haben wir Verständnis, dass auf dem Baumblütenfest der regionale Wein genossen wird. Dies gilt jedoch nicht für Boots- oder Fahrzeugführer, die sich noch an das Lenkrad oder Steuerrad setzen. Dieses Verhalten, ebenso wie den Besitz oder den Handel mit Betäubungsmitteln oder jegliche andere Straftaten werden wir nicht tolerieren und jede Feststellung zur Anzeige bringen.", so Peter Meyritz, Leiter der Polizeidirektion West und Polizeiführer an diesem Wochenende.

Das Baumblütenfest ist ein jährliches Volksfest in der Kleinstadt vor den Toren Potsdams und dauert dieses Mal noch bis zum 6. Mai. Es werden wieder Hunderttausende Besucher erwartet.

Zahlreiche Polizisten sicherten das Gelände des Baumblütenfests in Werder.
Zahlreiche Polizisten sicherten das Gelände des Baumblütenfests in Werder.  © Paul Zinken/dpa

Die Deutsche Bahn hatte noch kurz vor dem Feststart bei der Stadtverwaltung und beim Verkehrsministerium Verärgerung ausgelöst.

Das Unternehmen hatte am Freitag angekündigt, dass zahlreiche Sonderzüge wegen Krankheitsfällen am Eröffnungswochenende nicht fahren könnten. Am Sonntag hieß es auf Anfrage, dass etwa die Hälfte der eigentlich abgesagten Sonderzüge nun doch eingesetzt würden.

Viele nutzten die Bahn aus Berlin oder Potsdam, um zum Baumblütenfest zu kommen. So teilten einige Reisende über die sozialen Netzwerke auch mit, dass ein Zug in Potsdam aufgrund von Überfüllung gar nicht erst anhielt.

Auch bei der Polizei sorgte der Wegfall der Sonderzüge für große Verwunderung, doch man stellte sich mit weiteren Sicherheitspartner auf die Situation ein. Nichtsdestotrotz habe man sich diesbezüglich "eine bessere Kommunikation gewünscht", erklärt eine Polizeisprecherin.

Am frühen Samstagnachmittag gab es den offiziellen Start des 139. Baumblütenfestes, auf dem traditionell viel Obstwein fließt. Ein Stadtsprecher sagte, dass davor noch ein Umzug mit 1600 Beteiligten durch die Stadt gezogen sei. Am ersten Festtag habe es bereits viel Andrang bei tollem Wetter gegeben.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa


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